Moltzan feierte in Sölden ihren Premierensieg

Moltzan gewinnt Weltcup-Auftakt, Gritsch auf Rang neun

Samstag, 24. Oktober 2026 | 14:48 Uhr

Von: importer

Paula Moltzan hat die alpine Ski-Weltcupsaison mit ihrem ersten Sieg eröffnet. Die US-Amerikanerin gewann am Samstag den Riesentorlauf in Sölden mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf die für Albanien fahrende Lara Colturi. Dritte wurde die Deutsche Emma Aicher (+0,52 Sek.). Die Halbzeitführende Mikaela Shiffrin fiel auf Rang sieben (+0,83) zurück. Als beste Österreicherin wurde Franziska Gritsch Neunte (+1,12). Vorjahressiegerin Julia Scheib stürzte im ersten Durchgang.

Lokalmatadorin Gritsch schaffte es als einzige Österreicherin in den zweiten Durchgang und rettete vor 14.600 Zuschauern die rot-weiß-rote Ehre. Die 29-Jährige, die seit fast drei Jahren abseits des ÖSV als kleines Privatteam trainiert, verbesserte sich nach Rang 15 im ersten Lauf mit der siebentbesten Zeit im zweiten Durchgang. Gritsch schaffte zum sechsten Mal im Riesentorlauf einen Top-Ten-Platz, zuletzt war ihr das im März 2024 in Aare gelungen. Stephanie Brunner (38.), Ricarda Haaser (40.), Victoria Olivier (49.), Elena Riederer (55.), Valentina Rings-Wanner (57.), Leonie Raich (60.) und Natalie Falch (61.) verpassten das Finale.

Österreichs Top-Riesentorläuferin Scheib war auf dem Weg zur Bestzeit, als sie im ersten Durchgang stürzte. Die Vorjahressiegerin flog nach Zwischenbestzeit im Steilhang von der Strecke ab, war nach kurzer Zeit aber selbstständig wieder auf den Beinen. Sie spüre das Knie, es dürfte sich aber nicht um eine gröbere Verletzung handeln, meinte die Steirerin. “Die ersten Checks waren einmal positiv”, sagte Scheib in den ersten Zielraum-Interviews. Die 28-Jährige, die in der Vorsaison den Riesentorlauf-Weltcup für sich entschieden hat, hat bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich.

Shiffrin gab Führung aus der Hand

Shiffrin griff mit für sie selbst überraschender Bestzeit im ersten Durchgang nach ihrem 111. Weltcupsieg, musste sich aber schließlich mit Rang sieben begnügen. Der Sieg ging dennoch an das US-Team. Die 32-jährige Moltzan war davor schon zehnmal auf dem Stockerl gestanden, aber noch nie ganz oben. Diesmal hatte sie mit dem knappsten Vorsprung von einer Hundertstel auch das Glück auf ihrer Seite.

Der Start des Rennens hatte sich wegen notwendiger Arbeiten an der Strecke wegen nächtlichen Schneefalls um eine halbe Stunde verzögert.

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