Potapova bejubelt ihren ersten Achtelfinal-Einzug in New York

Potapova nach Coup gegen Anisimova im US-Open-Achtelfinale

Samstag, 05. September 2026 | 20:48 Uhr

Von: importer

Tennisspielerin Anastasia Potapova hat bei den US Open einen Coup gelandet. Österreichs Nummer eins nahm am Samstag in New York in der dritten Runde Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova aus dem Turnier. Die 25-Jährige setzte sich gegen die gleichaltrige US-Amerikanerin 6:2,7:5 durch. Im Achtelfinale, ihrem ersten bei einem Grand-Slam-Turnier abseits der French Open, trifft Potapova auf eine weitere Top-Ten-Spielerin, nämlich die russische Paris-Siegerin Mirra Andrejewa.

“Ich bin die glücklichste Person hier draußen”, meinte Potapova nach einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber den ersten beiden Runden. “Ich habe jedes Mal Gänsehaut, wenn ich hier spiele.” Die gebürtige Russin wehrte gleich im ersten eigenen Aufschlagspiel sechs Breakbälle ab und nahm Anisimova den Aufschlag zum 2:1 ab. In der Folge nutzte sie die vielen Eigenfehler der Weltranglisten-Zehnten aus. Potapova gelang zum 5:2 ein weiteres Break und damit der erste Satzgewinn.

Anisimova fehlerhaft

Anisimova beging im ersten Durchgang 19 unerzwungene Fehler, in Summe waren es nicht weniger als 46. Die frühere Nummer drei der Welt, die in diesem Jahr noch nicht auf Touren gekommen ist und noch kein WTA-Finale erreicht hat, hatte bereits in der zweiten Runde gegen Österreichs 18-jährige Hoffnungsträgerin Lilli Tagger einen Satz abgegeben. Im zweiten Durchgang schien sich die Favoritin über ihre starke Rückhand anfangs etwas zu erfangen. Nach neun vergebenen Breakbällen nutzte Anisimova ihren zehnten zum 1:1.

Bis 2:2 brachte keine Spielerin den eigenen Aufschlag durch. Potapova gelang zum 5:4 ein weiteres Break, sie servierte auf den Matchgewinn. Anisimova, im Vorjahr neben dem Hartplatz-Major in New York auch beim Rasenklassiker in Wimbledon im Finale, kämpfte sich mit dem Rebreak ein letztes Mal zurück, ehe ihr Potapova noch einmal den Aufschlag abnahm und nach 1:39 Stunden ihren ersten Matchball nutzte – passenderweise durch einen zu langen Ball ihrer Kontrahentin.

Das Match im Louis Armstrong Stadium, der zweitgrößten Arena der Anlage in Flushing Meadows, war in Satz zwei mitunter eine emotionale Achterbahnfahrt. Während Anisimova zusehends genervt wirkte, schrie Potapova ihre Freude mehrfach heraus. “Es ist nicht einfach, und es braucht Zeit zu lernen”, sagte Potapova auf ihre Emotionen angesprochen. “Ich bin immer noch im Lernprozess.” Sie sei ein bisschen verrückt. “Aber auf eine gute Art. Ich fürchte mich eigentlich vor gar nichts, ich suche immer nach Adrenalin.”

Nun wartet Andrejewa

Die österreichisch-russische Doppelstaatsbürgerin landete im dritten Duell mit Anisimova nicht nur ihren zweiten Sieg. Sie steht auch zum dritten Mal in ihrer Karriere in einem Major-Achtelfinale. Bisher war Potapova das nur 2024 und 2026 in Paris gelungen, in einem Grand-Slam-Viertelfinale war sie noch nie. “Es war ein sehr gutes Spiel und ich freue mich auf die nächste Challenge”, erklärte die Weltranglisten-25. “Ich will im nächsten Match mein bestes Tennis spielen.” In diesem wartet mit der 19-jährigen Andrejewa die Nummer fünf der Setzliste.

Andrejewa, die in den ersten beiden Runden nur insgesamt sechs Games abgegeben hatte, schaltete die tschechische Weltranglisten-34. Nikola Bartunkova 6:2,7:6(5) aus. Ihren bisher einzigen Sieg in vier Vergleichen mit ihrer russischen Landsfrau hatte Potapova 2022 in Monastir gefeiert. Damals war Andrejewa 15 Jahre alt. Im April unterlag Potapova dem Teenager im Finale des WTA-Turniers in Linz. Auch in der zweiten Runde der US Open hatte der Jungstar im Vorjahr die Oberhand behalten.

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