Doue leitete den Sieg ein

PSG nach 4:2 im Schlager gegen Barca in CL weiter makellos

Dienstag, 20. Oktober 2026 | 23:17 Uhr

Von: importer

Paris St. Germain ist auch in der neuen Saison der Fußball-Champions-League nicht zu stoppen. Der Gewinner der jüngsten beiden Auflagen entschied am Dienstag den Schlager gegen den FC Barcelona mit 4:2 für sich und ist auch nach der dritten Partie der Ligaphase ohne Punktverlust. Treffer von Desire Doue (38.), Lucas Hernandez (72.), Vitinha (81.) und Fabian Ruiz (87.) sorgten für die erste Barca-Pflichtspiel-Niederlage in dieser Saison. Bei neun Punkten hält auch Liverpool.

Die “Reds” bezwangen Villarreal an der Anfield Road nach 0:2-Rückstand mit 4:3. Erstmals keinen Sieg gab es für den VfB Stuttgart aufgrund eines Heim-1:1 gegen Atletico Madrid. Den zweiten Erfolg fuhren Borussia Dortmund (2:1 bei Sabah FK) und Manchester City (5:1 gegen AEK Athen) ein. Erstmals voll anschreiben konnten die AS Roma (4:0 gegen Slovan Bratislava) und PSV Eindhoven (1:0 beim FC Porto). Überhaupt die ersten Punkte gab es für Napoli dank eines 4:3 gegen Bodö/Glimt. Weiter sieglos sind Fenerbahce Istanbul und Slavia Prag, das in der Türkei spät zum 2:2-Endstand traf.

Dembele früh verletzt raus

Paris begann im Parc des Princes wie aus der Pistole geschossen, Khvicha Kvaratskhelia traf gleich einmal die Stange (2.). Danach war vorerst Barca an der Reihe, Dani Olmo (14.), Raphinha (20.) und Lamine Yamal (22.) vergaben. Damit hatten die Katalanen vorerst ihr Pulver verschossen. Der schon nach 20 Minuten für den wegen einer Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel ausgeschiedenen Ousmane Dembele gekommene Ferran Torres scheiterte an Barca-Tormann Joan Garcia, der mit dem Gesicht abwehren konnte (25.). Der Ex-Barca-Stürmer scheiterte noch einmal am Barca-Schlussmann wie unmittelbar danach auch Ruiz (29.). Die Führung lag in der Luft und fiel in Minute 38.

Ausgerechnet Yamal verlor mit einem leichtfertigen Chip am Sechzehner den Ball an Joao Neves. Der köpfelte zu Doue, der nicht am Abschluss gehindert wurde und von der Strafraumgrenze einschoss. Den postwendenden Ausgleich verhinderte Matwei Safonow im Duell mit Fermin Lopez, der auch den Nachschuss nicht im Tor unterbrachte (40.). Der war auch früh als Wechselspieler gekommen, da Olmo angeschlagen den Platz verlassen hatte. Für PSG vergaben noch vor der Pause Kvaratskhelia (45.) und Achraf Hakimi (45.+3) Chancen auf das 2:0.

Safonow ließ sich im kurzen Eck bezwingen

Hakimi war es auch, der nach Seitenwechsel nicht kaltschnäuzig genug agierte (51.). Das rächte sich vorerst. Fermin Lopez spielte in den Lauf von Espart, der Safonow mit einem nicht unhaltbaren Schuss ins kurze Eck bezwang. Am Spielgeschehen änderte sich aber wenig. PSG gab angetrieben vom Heimpublikum weiter den Ton an und drängte. Torres hatte nach Hakimi-Hereingabe bei einem Stangenschuss Pech (71.). Kurz darauf traf Hernandez via wuchtigem Kopfball nach Doue-Eckball.

Es war der Auftakt einer verrückten Phase. Yamal gewann das Laufduell mit dem gerade eingetauschten Warren Zaire-Emery und überraschte Safonow mit einem hohen Schuss ins kurze Eck. Die Ausgleichsfreude war aber schnell wieder verflogen, da Vitinha aus 17 Metern einschoss. Ruiz machte aus kürzester Distanz alles klar. Damit bezwang PSG, wo auch Kvaratskhelia verletzt den Platz verlassen hatte, nach ManCity (4:2) das nächste “Kaliber”. Mit nun 13 ungeschlagenen Partien in der “Königsklasse” stellten die Franzosen einen Clubrekord aus den Saisonen 2012/13 und 2013/14 ein. Für PSG war es der siebente Pflichtspielsieg in Folge, gegen Barca gab es den dritten Sieg en suite.

Flick muss auf 100. Sieg noch warten

Für die Spanier gab es den ersten Dämpfer nach elf Pflichtspielsiegen. Hansi Flick muss auf seinen 100. Sieg als Barca-Coach noch warten und hat am Sonntag im Liga-Clasico gegen Real Madrid die nächste Chance. Für Liverpool trafen Alexis MacAllister (36., 65.), Ronald Araujo (45.+2) und Florian Wirtz (69.). ManCity brauste auch ohne Superstar Erling Haaland über LASK-Bezwinger AEK hinweg, auch da Phil Foden dreimal (34., 65., 76.) traf.

Dortmund kehrte nach drei Pflichtspielen ohne Erfolg – 2:2 gegen Werder Bremen, 0:1 bei Bodö/Glimt und 0:0 bei Union Berlin – in Baku auf die Siegerstraße zurück. Beim zweiten Sieg in der “Königsklasse” stand ÖFB-Teamspieler Carney Chukwuemeka erstmals in dieser Saison in der Startelf, mit Marcel Sabitzer wurde für ihn in der 71. Minute ein anderer ÖFB-Mittelfeldspieler eingewechselt. Serhou Guirassy avancierte mit einem Doppelpack (10., 53.) zum Matchwinner, er war via Abstauber und Volleyabschluss erfolgreich. Aden McCarthy (39.) hatte dazwischen ausgeglichen.

Aus österreichischer Sicht wurde Kevin Wimmer bei Bratislavas Niederlage in der 82. Minute eingetauscht. Yanik Spalt stand bei Stuttgart nicht im Kader wie auch der verletzte Paul Wanner bei PSV Eindhoven in Porto.

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