Von: Martin Geier
Bozen – Die sechste Auflage des Südtirol Summer Classic by Sparkasse geht an Red Bull München. Die Münchner besiegen den HCB Südtirol Alperia mit 2:1 und drehen dabei das Spiel in der Schlussphase noch zu ihren Gunsten. Die Weißroten zeigen eine starke Leistung: Im ersten Drittel gehen sie in Führung und dominieren über weite Strecken des zweiten Abschnitts. Mehrmals kommen sie dem zweiten Treffer sehr nahe. Frigo und seine Teamkollegen verteidigen ihren Vorsprung anschließend gut, müssen jedoch in den Schlussminuten den Ausgleich hinnehmen. Nur 33 Sekunden vor der Schlusssirene fällt nach einem deutschen Powerplay schließlich noch ein weiterer Treffer. Für Trainer Karhula gibt es trotz der bitteren Niederlage äußerst positive Signale in diesem hochklassigen Test. Im Spiel um Platz drei setzt sich Lausanne mit 5:1 gegen Grenoble durch und sichert sich damit den dritten Platz des Turniers.
Der Spielverlauf:
Trainer Karhula setzt auf dieselbe Aufstellung wie am Samstagabend gegen Grenoble. Lediglich Domingue steht nicht im Kader.
Beide Mannschaften beginnen die Partie von den ersten Minuten an mit hohem Tempo. München kommt mit einem Gewühl vor dem Tor zu einer ersten guten Möglichkeit, während Bozen durch Bradley beinahe in Führung geht. Anschließend scheppert es an beiden Toren: Frigo trifft die Querlatte, wenig später trifft Oswald den Pfosten. In der 18. Minute gehen die Weißroten in Führung, die zuvor noch das erste deutsche Powerplay des Abends erfolgreich überstanden hatten. Schneider setzt sich sehenswert durch und bedient McClure, der Niederberger aussteigen lässt und anschließend unter die Querlatte einschießt. Kurz vor Ende des ersten Drittels kommt Bozen in Überzahl sogar beinahe zum zweiten Treffer. Nach einem schönen Offensivangriff trifft Leslie jedoch nur das Außennetz.

Die Weißroten zeigen in den ersten zehn Minuten des Mittelabschnitts großartiges Eishockey und erspielen sich zahlreiche Chancen. Besonders gefährlich wird es bei Gazley und vor allem bei Elson, der eine praktisch hundertprozentige Möglichkeit vergibt. Bozen drückt weiter und erntet dafür immer wieder Applaus vom Publikum in der Sparkasse Arena. In der zweiten Hälfte des Drittels werden die Red Bulls stärker, doch nun läuft Costantini zu großer Form auf. Der Bozner Torhüter rettet zunächst gegen Ehliz und hat kurz darauf erneut Glück, als ein Versuch des deutschen Stürmers an der Querlatte landet. Kurz vor der zweiten Pause können die Gastgeber ein Powerplay nicht nutzen, gehen aber dennoch mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Im dritten Drittel suchen die Red Bulls zunehmend den Ausgleich. Bozen hält jedoch gut dagegen und kommt seinerseits noch zu einigen gefährlichen Möglichkeiten. Niederberger pariert stark gegen McClure. In der Schlussphase gehört das Spiel allerdings ganz den Deutschen. In der 55. Minute trifft Ehliz, der kurz zuvor noch den Pfosten getroffen hatte, aus mittlerer Distanz und überrascht Costantini unter dessen Schoner zum 1:1-Ausgleich. Anschließend erhält München ein Powerplay. Genau in dem Moment, als Bradley wieder aufs Eis zurückkehrt, schießt Eisenschmid die von Ehliz aufgelegte Scheibe 33 Sekunden vor der Schlusssirene in den Winkel. Es ist der entscheidende Treffer – und damit das Siegtor des Turniers.
Die Vorbereitung der Foxes wird am Mittwochabend um 20:30 Uhr mit dem Spiel im Pranives gegen den HC Gherdëina fortgesetzt. Am kommenden Wochenende steht anschließend das Hansjörg Brunner Memorial in der MeranArena auf dem Programm. Dort trifft der HCB auf Meran (Samstag um 20:30 Uhr) und die Starbulls Rosenheim (Sonntag um 18:00 Uhr).

HCB Südtirol Alperia – Red Bull München 1 – 2 [1-0; 0-0; 0-2]
Tore: 17:45 Brad McClure (1-0); 54:10 Yasin Ehliz (1-1); 59:27 Markus Eisenschmid (1-2)
Torschüsse: 28-32
Strafminuten: 8-10
Schiesdrichter: Lazzeri, Moschen / Rivis, Grisenti
Zuschauer: 2.015
Lausanne sichert sich den dritten Platz
Im Spiel um Platz drei am Nachmittag setzt sich der Lausanne HC souverän mit 5:1 gegen Grenoble durch. Die Schweizer dominieren das erste Drittel, das sie mit einer Drei-Tore-Führung und einem Schussverhältnis von 25:1 beenden. Riat trifft zunächst in doppelter Überzahl, anschließend erhöht Fora im Powerplay, ehe erneut Riat zum 3:0 trifft. Im Mittelabschnitt versuchen die Franzosen, sich vor dem gegnerischen Tor besser in Szene zu setzen, auch dank drei Powerplay-Möglichkeiten. Den nächsten Treffer erzielt jedoch erneut Lausanne – diesmal durch Simic. Im dritten Drittel gelingt den Eidgenossen durch Zehnder auch noch das fünfte Tor. Kurz vor Schluss kommt Grenoble durch Leclerc noch zum Ehrentreffer, der eine Überzahlsituation erfolgreich ausnutzt.
Brûleurs de Loups de Grenoble – Lausanne HC 1 – 5 [0-3; 0-1; 1-1]
Tore: 10:12 Damien Riat PP2 (0-1); 16:37 Michael Fora PP1 (0-2); 19:24 Damien Riat (0-3); 24:08 Axel Simic (0-4); 46:28 Yannick Zehnder (0-5); 57:49 Guillaume Leclerc PP1 (1-5)
Torschüsse: 16-54
Strafminuten: 8-8
Schiedsrichter: Piniè, Virta / Brondi, Cristeli
Zuschauer: 298





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