Wölfe feiern 3:1-Auswärtssieg

Sieg gegen Hydro Fehérvár besiegelt perfekten Ungarn-Roadtrip

Sonntag, 25. Oktober 2026 | 20:50 Uhr

Von: Martin Geier

Székesfehérvár/Bruneck – HC Falkensteiner Pustertal feierte einen 3:1-Auswärtssieg bei Hydro Fehérvár AV19 und schloss damit in der Tabelle zum viertplatzierten Olimpija Ljubljana auf. Nach einem torlosen ersten Drittel brachten Austin Osmanski und Gunnarwolfe Fontaine die Südtiroler im Mittelabschnitt mit 2:0 in Führung. Fehérvár drängte im Schlussdrittel auf den Anschlusstreffer, doch Henry Bowlby erhöhte zunächst mit einem Empty-Net-Tor auf 3:0. Erst in der 59. Minute gelang István Terbócs der Treffer zum 1:3-Endstand. Pustertal hält nun bei 26 Punkten aus 13 Spielen und liegt damit punktgleich mit Ljubljana auf Rang fünf.

Nach dem 2:3-Auswärtssieg gestern im Budapester Tüskecsarnok gegen FTC-Telekom, dem ersten Sieg der Wölfe in der ungarischen Hauptstadt seit dem Ligaeintritt der Budapester in der Vorsaison, geht es für den HC Falkensteiner Pustertal direkt weiter nach Székesfehérvár. In der MET Aréna warten am heutigen Nachmittag die Roten Teufel von Hydro Fehérvár AV19. Die Linien bleiben unverändert, und auch Furlong, der gestern mit 34 Paraden glänzte, steht erneut im Tor.

Beide Teams tasten sich zunächst vorsichtig ab, die erste Chance gehört den Hausherren: Kuralt legt von der rechten Seite zurück auf den mitgelaufenen Erdely, doch Furlong bleibt Sieger (3. Min.). Danach übernehmen die Wölfe das Kommando. Im ersten Powerplay schnüren sie die Roten Teufel regelrecht ein und erspielen sich Chance um Chance. Fitzgerald scheitert nach einem Flippass von Fontaine mit einem Onetimer an Reijola, kurz darauf zieht Purdeller freistehend ab, und auch danach herrscht viel Verkehr vor dem ungarischen Tor. Trotz zahlreicher hochkarätiger Möglichkeiten will ein Treffer aber nicht gelingen. Auch danach haben die Wölfe mehr vom Spiel, Purdeller verpasst nach starker Vorarbeit von Deluca nur knapp. Fehérvár meldet sich mit einem gefährlichen Onetimer von Stipsicz und einem Distanzschuss von MacPherson zurück, den Abpraller kann die Wölfe-Defensive nur mit Mühe klären. Im zweiten Powerplay sind die Ungarn besser eingestellt, sodass die Chancen der Wölfe deutlich weniger zwingend ausfallen. In der Schlussphase machen die Roten Teufel noch einmal Druck, die ganz große Möglichkeit springt dabei aber nicht heraus. Auf der Gegenseite können die Wölfe auch einen riskanten Ausflug von Reijola nicht nutzen. Den letzten Aufreger setzt Furlong: Cheek gewinnt hinter dem Tor einen Zweikampf und bedient Farren im Slot, doch der HCP-Goalie entschärft dessen Rückhandversuch mit einem tollen Fanghandsave (20. Min.). So geht es bei 12:7 Torschüssen für die Wölfe torlos in die erste Pause.

Hydro Fehérvár AV19/Vörös Dávid

Der Mittelabschnitt beginnt mit der ersten Unterzahl für die Puschtra, die sie aber souverän überstehen. Osmanski nimmt mit einem Befreiungsschlag wertvolle Zeit von der Uhr, und als Erdely nach Vorarbeit von Hari aus dem Slot abzieht, ist Furlong mit den Schonern zur Stelle. Danach wirkt das Spiel der Wölfe etwas unsortiert, viele Anspiele kommen nicht an, und die Partie wogt hin und her. Dann sorgt Moncada für den Weckruf: Nach einem Gegenstoß verzögert er geschickt und scheitert gleich zweimal an Reijola (29. Min.). Das ist der Startschuss für eine Druckphase der Wölfe. Nach zwei Strafen innerhalb weniger Sekunden geht es im Vier-gegen-Vier weiter, und genau das nutzt der HCP. Bardreau gewinnt das Bully, Ierullo bedient Osmanski, der vors Tor zieht und die Scheibe im Fallen hinter Reijola ins Netz befördert – 0:1. Die Roten Teufel antworten mit einem Traumpass über das ganze Feld auf Farren, doch Di Tomaso und Purdeller machen die Großchance mit einem starken Backcheck zunichte. Wenig später wird es kritisch, denn nach zwei Strafen innerhalb von 21 Sekunden müssen die Wölfe in doppelter Unterzahl ran. Cheek setzt sich vor dem Tor durch, doch Furlong zieht ihm mit einer Glanzparade den Nerv. Auch ein Timeout von Fehérvár-Coach Ted Dent bringt nichts ein, das Penalty Killing der Wölfe ist schlicht hervorragend. Kaum zurück von der Strafbank, schnappt sich Osmanski einen Fehlpass der Ungarn und zieht alleine auf Reijola zu, scheitert diesmal aber (37. Min.). Kurz darauf muss MacPherson wegen Schiedsrichterbeleidigung auf die Strafbank, und die Wölfe nutzen die Überzahl eiskalt: Fitzgerald spielt einen grandiosen Querpass auf Fontaine, der mit einer herrlichen Direktabnahme auf 0:2 stellt (38. Min.). Die Ungarn werden nun zunehmend nervös, kassieren nach einem Foul gegen Moncada die nächste Strafe und retten sich bei 14:9 Torschüssen für die Wölfe nur mit Mühe in die zweite Pause.

Kaum hat der Schlussabschnitt begonnen, dürfen die Wölfe erneut in Überzahl ran, doch außer einer Chance für Fontaine springt diesmal nichts heraus. Danach setzt der HCP auf einen aggressiven Forecheck und lauert sichtlich auf Konter, Zanatta und Zandegiacomo sorgen für erste Nadelstiche. Fehérvár findet kaum Lücken und versucht es zunehmend mit Einzelaktionen. Kiss und Hari prüfen Furlong, dann kommen Farren und Cheek nach einem Doppelpass plötzlich gefährlich vors Tor. Die beste Chance der Roten Teufel hat Erdely, der frei aufs Tor zieht, doch Furlong klärt mit vollem Körpereinsatz (50. Min.). Je länger die Partie dauert, desto verzweifelter rennen die Ungarn gegen die schwarz-gelbe Abwehrmauer an. Die Wölfe ziehen sich geordnet zurück, ohne die neutrale Zone preiszugeben, und lassen kaum etwas zu. Gut drei Minuten vor Schluss holt Fehérvár Reijola für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch nur 20 Sekunden später ist die Partie entschieden: Die Wölfe fangen einen weiteren Angriff ab, und Bowlby trifft mit einem Weitschuss aus dem eigenen Drittel ins verwaiste Tor – 0:3 (57. Min.). Den Roten Teufeln bleibt nur noch Ergebniskosmetik. Terbocs verwertet einen genialen Flippass von Routinier Hari per Onetimer zum 1:3 und macht Furlong den Shutout zunichte (59. Min.). Fehérvár nimmt den Goalie noch einmal vom Eis, doch Furlong hält auch einen gefährlichen Schuss von Hari fest. Die letzten Sekunden spielen die Wölfe nach einem Foul an Lobis sogar in Überzahl herunter.

Damit feiern die Wölfe vor 3.813 Zuschauern ihren achten Sieg in Folge gegen Fehérvár und kehren nach einem perfekten Ungarn-Wochenende mit sechs Punkten im Gepäck ins Pustertal zurück. Sechs Punkte auf fremdem Eis binnen 24 Stunden gab es zuletzt im Februar 2022. Nun bleibt den Schwarz-Gelben etwas Zeit zum Durchatmen, bevor es nächstes Wochenende weitergeht. Am Freitag, 30. Oktober, gastiert um 19:45 Uhr der EC Red Bull Salzburg in der Intercable Arena.

Hydro Fehérvár AV19 – HC Falkensteiner Pustertal 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Referees: REZEK, ZRNIC, Bedynek, Kovacs

AVS: Terbócs (58:21)
HCP: Osmanski (31:39), Fontaine (38:00/PP1), Bowlby (56:55/EN)

Bezirk: Pustertal

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