Von: apa
Spanien hat sich wie erwartet den Gruppe-H-Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada gesichert. Der Europameister behielt am Freitag in Guadalajara gegen Uruguay verdient mit 1:0 (1:0) die Oberhand und besiegelte damit das frühe Aus der Südamerikaner. Spielentscheidend war ein Patzer von Tormann Fernando Muslera bei einem Schuss von Alex Baena (42.). Im Sechzehntelfinale wartet auf die Iberer der Zweite der Gruppe J, also Österreich oder Algerien.
Gespielt wird am Donnerstag (21.00 Uhr) in Los Angeles. Durch den Erfolg blieb dem Mitfavoriten, der im Turnierverlauf noch ohne Gegentor ist, ein Duell mit Weltmeister Argentinien, der es nun mit Kap Verde zu tun bekommt, erspart. “Uns war von Anfang an klar, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Vielleicht war es nicht unsere beste Partie im Turnier, aber genau diese Leistung war heute notwendig”, sagte Baena. Im 19. Länderspiel traf er zum dritten Mal. “Dieses Tor ist wahrscheinlich eines der wichtigsten meiner bisherigen Karriere”, betonte der Flügelspieler von Atletico Madrid. Sein Team siegte nach dem 4:0 gegen Saudi-Arabien wieder und überstand auch das elfte direkte Duell mit Uruguay ohne Niederlage.
Muslera sah wieder schlecht aus
Die Spanier erzeugten früh Torgefahr, schon nach etwas mehr als einer Minute wurde ein Schuss von Mikel Oyarzabal in den Corner abgelenkt. In der Folge konnte der Favorit aus der spielerischen Überlegenheit wenig Kapital schlagen, durfte aufgrund Musleras Missgeschick aber trotzdem jubeln. Der 40-Jährige wehrte einen eigentlich eher harmlosen Schuss von Baeno ins eigene Tor ab. Damit setzte sich ein Negativlauf bei der Endrunde fort, hatte er doch auch bei den drei anderen Gegentoren beim 1:1 gegen Saudi-Arabien und 2:2 gegen Kap Verde schlecht ausgesehen.
Uruguay tat sich im Spiel nach vorne extrem schwer, ein Weitschuss von Rodrigo Bentancur (36.) und eine Klärungsaktion von Spaniens Aymeric Laporte vor Stürmer Darwin Nunez (45.+8) waren das Nennenswerteste. Bitter war auch, dass Mittelfeldspieler Manuel Ugarte nach einem Zusammenstoß vom Platz getragen werden musste. Zur Pause nahm Teamchef Marcelo Bielsa seinen Einsergoalie vom Platz, Sergio Rochet durfte sich versuchen. Der musste keine Parade zeigen, da die Spanier darauf bedacht waren, die Führung geschickt über die Zeit zu bringen. Zudem traf “Joker” Dani Olmo den Ball aus bester Position nicht richtig (63.).
Canobbio wurde im Finish ausgeschlossen
Uruguay wiederum versuchte vor allem im Finish alles, Topchance gab es aber keine. Schüsse von Mathias Olivera (82.) und Nicolas de la Cruz (85.) stellten Unai Simon vor keine großen Probleme. Auf der anderen Seite scheiterte Ferran Torres an der Latte (86.). Agustin Canobbio sorgte für ein unrühmliches Ende, er sah nach einem harten Einsteigen gegen Pau Cubasi die Rote Karte (95.). Für den schon zuvor heftig kritisierten Teamchef Marcelo Bielsa war es die letzte Partie in Diensten des zweifachen Weltmeisters.
“Was ich dem uruguayischen Fußball gegeben habe, ist letztlich nichts. Denn ganz gleich, welchen Beitrag ein Nationaltrainer leistet – ohne ein positives Ergebnis verliert das alles an Bedeutung. Wenn Sie mich fragen, wie man sich an mich erinnern wird, dann wohl als jemanden, der nichts hinterlassen hat”, resümierte Bielsa. Das Spiel sei aus seiner Sicht sehr ausgeglichen gewesen. “Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, und ich denke, wir hätten diesen einen Punkt verdient gehabt. An unserer Leistung hat es nicht gelegen”, sagte der 70-jährige Argentinier.




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