Sparkasse Alperia Trophy: Alexander Weis scheidet im Halbfinale aus

Südtiroler Heimsieg geplatzt

Samstag, 01. August 2026 | 11:23 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Der Traum vom ersten Südtiroler Heimsieg bei der Sparkasse Alperia Trophy ist geplatzt. Alexander Weis musste sich im Halbfinale dem stark aufspielenden Sebastian Sorger aus der Steiermark mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.

Im Finale kommt es am Samstag damit zu einem rein österreichischen Duell: Topfavorit Sandro Kopp aus Kramsach trifft auf Sorger. Nordtirol gegen Steiermark – der Kampf um den Turniersieg beginnt um 10.30 Uhr.“

Weis kämpfte. Doch Sorger zeigte kaum Schwächen. Der 20-Jährige war schnell. Ausdauernd. Und in den entscheidenden Momenten zur Stelle.

Vor allem im zweiten Satz bot sich Weis eine Chance. Der Lokalmatador schaffte das Break. Er konnte den Vorsprung aber nicht halten. Sorger blieb ruhig und machte den Finaleinzug in zwei Sätzen perfekt.

„Es war sicher eine gute Woche für mich“, bilanzierte Weis. „Sebastian hat richtig gut und sehr solide gespielt. Ich war ein wenig müde und nicht in Topform. Im zweiten Satz hatte ich die Chance, mit einem Break Vorsprung auf einen dritten Satz zu gehen. Mehr war leider nicht drinnen.“

Trotz Niderlage zufrieden

Noch in der Vorwoche hatte ihn ein Magen-Darm-Infekt ins Krankenhaus gebracht. Sogar eine Absage für Bozen stand im Raum. Dennoch kämpfte er sich bis unter die besten vier. Wie bereits im Vorjahr war erst im Halbfinale Endstation. Wieder schmerzte die Niederlage. Weis stellte sich danach trotzdem den Fragen der Journalisten. In der kommenden Woche dürfte der Bozner pausieren. Danach ist voraussichtlich die Qualifikation beim ATP-Challenger in Todi sein nächstes Ziel.

Sorger hatte sich auf eine harte Prüfung eingestellt. „Alexander war im zweiten Satz besser. Auch nach dem Break bin ich drangeblieben. Ich bin sehr glücklich, dass ich in zwei Sätzen durchgekommen bin“, sagte der Steirer.

Für ihn fühlt sich das Turnier beinahe wie ein Heimspiel an. „Bozen liegt nahe an Österreich. Sandro ist derzeit top in Form. Er hat zuletzt tolle Erfolge gefeiert und ein Challenger-Finale trotz Matchbällen knapp verloren. Er ist auf dem Weg nach oben. Das wird ein geiles Match.“

Sorger hat auch eine Südtiroler Verbindung. In seiner Jugend wurde er von Klaus Rottensteiner trainiert. Der Südtiroler betreut heute seinen Neffen Manuel Plunger und stand diesem auch in Bozen zur Seite.

Kopp im Eiltempo

Sandro Kopp marschiert durch das Turnier wie ein Messer durch die Butter. Vier Spiele. Vier Siege. Kein Satzverlust. Lediglich 19 Games gab der 26-Jährige bisher ab.

Im Halbfinale ließ die Nummer eins des Turniers auch Adrian Andreev keine Chance. Kopp bezwang den 25-jährigen Bulgaren mit 6:4, 6:4.

Der Nordtiroler steht aktuell auf ATP-Rang 289. Seine bisher beste Platzierung ist Rang 286. Nun fehlt ihm nur noch ein Sieg zum dritten Titel in Südtirol. Zweimal triumphierte er bereits in Wolkenstein.

Sand fühlt sich für Kopp ohnehin wie Heimat an. Sieben seiner neun ITF-Titel gewann er auf diesem Belag.

„Ich mag es in Südtirol. Es ist nicht weit weg und fühlt sich wie ein Heimturnier an“, sagte Kopp. „Zuletzt habe ich in Wolkenstein gewonnen, jetzt stehe ich hier in Bozen im Finale. Es geht in die richtige Richtung. Ich fühle mich gut. Vor allem auf Sand. Das Momentum möchte ich mitnehmen.“

Plunger verpasst die Premiere

Auch im Doppel platzte der Südtiroler Traum. Manuel Plunger und Stefano D’Agostino verloren das Finale gegen Alessio De Bernardis aus Perugia und Denis Constantin Spiridon aus Turin mit 3:6, 6:7 (5).

Die Partie bot hochklassiges Tennis. Besonders der zweite Satz war hart umkämpft. Im Tiebreak lagen Plunger und D’Agostino mit 4:3 vorne. Dann verlor D’Agostino beide Punkte bei eigenem Aufschlag. Das war die Wende.

De Bernardis und Spiridon feierten bei ihrer ersten gemeinsamen Finalteilnahme gleich ihren ersten Titel. Plunger verpasste hingegen die historische Premiere. Noch nie hat ein Südtiroler den Doppelbewerb der Sparkasse Alperia Trophy gewonnen.

Der große Wurf blieb aus. Trotzdem spielten Plunger und D’Agostino ein starkes Turnier.

Die Ergebnisse

Einzel – Viertelfinale

  • Sandro Kopp (AUT/1/ATP 289) – Federico Arnaboldi (ITA/6/ATP 526) 6:1, 6:3
  • Adrian Andreev (BUL/ATP 1146) – Gabriele Crivellaro (ITA/WC/ATP 1252) 6:3, 6:0
  • Sebastian Sorger (AUT/5/ATP 481) – Viktor Durasovic (NOR/4/ATP 475) 6:2, 6:4
  • Alexander Weis (ITA/7/ATP 587) – Vladyslav Orlov (UKR/2/ATP 426) 6:2, 4:6, 6:3

Einzel – Halbfinale

  • Sandro Kopp (AUT/1/ATP 289) – Adrian Andreev (BUL/ATP 1146) 6:4, 6:4
  • Sebastian Sorger (AUT/5/ATP 481) – Alexander Weis (ITA/7/ATP 587) 6:3, 6:4

Doppel – Halbfinale

  • Alessio De Bernardis/Denis Constantin Spiridon – Leonardo Taddia/Ludovico Vaccari (3) 7:6, 6:4
  • Stefano D’Agostino/Manuel Plunger – Luca Parenti/Nicola Rispoli 6:4, 7:5

Doppel – Finale

  • Alessio De Bernardis/Denis Constantin Spiridon  – Stefano D’Agostino/Manuel Plunger 6:3, 7:6 (5)

Bezirk: Bozen

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