Von: importer
Der australische Tennisprofi Nick Kyrgios hat eine positive Dopingprobe abgegeben und wurde provisorisch gesperrt. Beim ATP-Turnier im Juni auf Mallorca wurde in seiner Probe Benzoylecgonine, ein Metabolit von Kokain, nachgewiesen. Der dauerhaft an Handgelenksproblemen leidende Kyrgios kann berufen, was er aber bis jetzt nicht gemacht hat und wohl auch nicht wird. “Ich habe einen großen Fehler gemacht und trage die volle Verantwortung dafür”, schrieb Kyrgios auf Instagram.
Der Ranking-919. entschuldigte sich bei Fans, Familie und Sponsoren. “Vor allem aber tut es mir wegen der Kinder leid, die mir folgen. Ich weiß, was ich damit für ein Beispiel gebe und ich bin von mir tief enttäuscht.” Nach langen Verletzungspausen spüre er das Karriereende nahen. “Mein Körper war nicht zu dem imstande, was mein Geist gerne getan hätte. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht Tennis ausgewählt habe, sondern Tennis mich. Aber davon loszulassen, ist eines der härtesten Dinge, mit denen ich je konfrontiert war. Ich habe mich manchmal hilflos und alleine gefühlt.”
Er wolle sich nun für 28 Tage aus dem öffentlichen Leben und von Social Media verabschieden. Kyrgios hatte auf Mallorca in der ersten Runde verloren. Zwei Wochen davor war er in Stuttgart ebenfalls auf Rasen im Einsatz gewesen. Sonst hat der Wimbledonfinalist 2022 nur im Jänner in Brisbane gespielt. Einzig in Stuttgart gelang ihm ein Sieg. Im Vorjahr hat er bei vier Turnierauftritten auch nur eine Partie gewonnen, 2024 gar nicht gespielt, 2023 bloß ein Match. Ende Dezember hatte er mit einem Geschlechter-Duell mit der Belarussin Aryna Sabalenka für Aufsehen gesorgt, gewann 6:3,6:3.




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