Von: Martin Geier
Innsbruck/Bruneck – Innsbruck ging durch Kevin Macierzynski kurz vor Ende des zweiten Drittels in Führung. JC Lipon gelang in Unterzahl der Ausgleich. Cole Bardreau drehte die Partie für Pustertal, das damit den sechsten Sieg in Folge feierte und auf Rang vier bleibt. Innsbruck kassierte die siebte Niederlage in Folge.
Nach dem großartigen Spiel gegen Salzburg geht es für den HC Falkensteiner Pustertal nach Innsbruck, wo das letzte Spiel vor der Novemberpause auf dem Programm steht. Gegen die Haie haben die Wölfe nach der Heimniederlage von vor drei Wochen noch eine Rechnung offen. Coach Jaspers muss dabei erneut auf Pasquale, Rueschhoff, Bowlby und Lauridsen verzichten.
Das erste Drittel verläuft weitgehend ausgeglichen, wobei die Torhüter auf beiden Seiten immer wieder im Mittelpunkt stehen. Die Wölfe starten offensiv und kommen bereits in den ersten Minuten zu mehreren Abschlüssen. Mantinger (5.) prüft den Innsbrucker Schlussmann, eine Minute später ist Lindner auf der Gegenseite zur Stelle. In der 8. Minute müssen die Puschtra erstmals in Unterzahl ran: Osmanski wird wegen Hakens auf die Strafbank geschickt. Die größte Chance des Drittels bietet sich dennoch den Wölfen: Moncada entwischt der Innsbrucker Abwehr und läuft alleine auf den Goalie zu, findet mit seinem Abschluss aber seinen Meister. Das Pusterer Penaltykilling funktioniert souverän; auch eine zweite Strafe gegen Osmanski wegen Stockschlags bleibt ohne Folgen. In der 11. Minute muss sich hingegen Furlong bei einem Abschluss von Rappold beweisen. Bardreau sorgt wenig später wieder auf der anderen Seite für Gefahr (15.). In der 19. Minute muss Deluca wegen eines Checks gegen die Bande auf die Strafbank. 37 Sekunden vor der ersten Pause folgt eine weitere Strafe gegen die Wölfe, die damit die Schlusssekunden sogar in doppelter Unterzahl bestreiten müssen. Doch auch diese heikle Situation überstehen die Pusterer souverän. Nach 20 Minuten steht ein ausgeglichenes Drittel mit 13:11 Torschüssen zu Buche.

Auch im zweiten Drittel bleiben die Tore zunächst aus. Klare Torszenen sind Mangelware, beide Hintermannschaften dominieren das Geschehen. Insgesamt haben allerdings die Innsbrucker mehr vom Spiel und setzen die Wölfe zunehmend unter Druck. Zu Beginn des Mittelabschnitts müssen die Schwarzgelben noch die restlichen 45 Sekunden der doppelten Unterzahl aus dem ersten Drittel überstehen. Dabei lassen sie zwar eine Riesenchance zu, kommen aber auch aus dieser heiklen Situation ohne Gegentreffer. In einem eigenen Powerplay (25.) können die Wölfe hingegen kaum Akzente setzen und bringen keinen einzigen Schuss auf das Tor. Stattdessen muss Furlong auf der anderen Seite bei einem Abschluss von Mayer mit einem Big Save eingreifen. Auch die nächste Unterzahlsituation der Wölfe (28.) bleibt ohne Folgen. Bereits zum zweiten Mal an diesem Abend standen dabei zu viele Spieler auf dem Eis. Innsbruck kann daraus jedoch kein Kapital schlagen und bleibt offensiv weitgehend harmlos. Auch eine dritte Strafe gegen Osmanski (Behinderung, 34.) überstehen die Wölfe dank eines erneut aufmerksamen Penaltykillings. Eineinhalb Minuten vor der zweiten Pause fällt schließlich doch der erste Treffer: Macierzynski schließt einen Zwei-gegen-zwei-Konter für Innsbruck mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0 ab. So gehen die Wölfe mit einem Rückstand in den Schlussabschnitt.
Im Schlussabschnitt kommen die Wölfe wie verwandelt aus der Kabine und setzen die Innsbrucker nach der Pausenansprache sofort unter Druck. Die ersten fünf Minuten spielen sich praktisch ausschließlich im Drittel der Haie ab. In der 46. Minute wird es allerdings heikel: Mantinger muss wegen hohen Stocks gleich für vier Minuten auf die Strafbank. Doch die Pusterer überstehen die lange Unterzahl nicht nur schadlos, sondern schlagen selbst zu: In der 48. Minute schließt Lipon einen Konter nach Vorarbeit von Bardreau mit einem Shorthander zum 1:1 ab. In der 52. Minute bietet sich den Wölfen im Powerplay die Chance, erstmals in Führung zu gehen, doch die Überzahl bleibt ohne Ertrag. Dafür schlagen sie unmittelbar nach Ablauf der Strafe zu: Bardreau trifft in der 54. Minute nach Zuspiel von Lobis zum umjubelten 2:1. In der Schlussphase müssen die Puschtra nochmals zittern. Purdeller kassiert in der 57. Minute eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellens. Innsbruck kommt in Überzahl zu einigen Abschlüssen, doch Furlong hält mit starken Paraden den Vorsprung fest und sichert den Wölfen den Auswärtssieg.
Nun folgt die Nationalteampause, bevor es dann am Mittwoch, 11. November, mit einem Heimspiel gegen Olimpija Ljubljana weitergeht.
HC TIWAG Innsbruck – HC Falkensteiner Pustertal 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)
Referees: SCHAUER, STERNAT, Pardatscher, Seewald
Goals: 1:0 HCI Kevin Macierzynski (38:25), 1:1 HCP JC Lipon (47:24/SH1), 1:2 HCP Cole Bardreau (53:15)




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