Von: Martin Geier
Bruneck – Der HC Falkensteiner Pustertal setzte seinen Erfolgslauf fort und bezwang EC Red Bull Salzburg mit 3:1. In der ersten Begegnung seit dem Viertelfinalduell der vergangenen Saison gingen die Wölfe durch Gerry Fitzgerald in der 17. Minute im Powerplay in Führung. Greg DiTomaso erhöhte im Mitteldrittel ebenfalls in Überzahl auf 2:0, ehe Fredrik Claesson Salzburg kurz vor der zweiten Pause zurück ins Spiel brachte. Cole Bardreau sorgte in der 53. Minute für die Entscheidung. Pustertal feierte damit den fünften Sieg in Serie und verbesserte sich mit 29 Punkten auf den vierten Tabellenplatz. Für Salzburg war es hingegen die erste Niederlage unter dem neuen Trainerteam um Teemu Levijoki nach zuvor vier Siegen in Folge.
Nach einer perfekten Woche mit drei Siegen in fünf Tagen, inzwischen sind es vier Erfolge in Serie, wartet heute in der Intercable Arena ein echter Brocken auf den HC Falkensteiner Pustertal: der EC Red Bull Salzburg. Jason Jaspers muss weiterhin auf Stammgoalie Eddie Pasquale und Austin Rueschhoff verzichten, zudem fehlen heute Markus Lauridsen und Henry Bowlby.
Die Wölfe setzen gleich eine erste Duftmarke: Nach einem Salzburger Scheibenverlust prüft Bardreau Kickert, auf der Gegenseite muss sich Furlong gegen eine Direktabnahme von Kalynuk auszeichnen. Danach spielt fast nur noch der HCP. Bardreau kommt gleich zweimal völlig frei zum Abschluss (5./6. Min.), Fontaine wird gefährlich, und einmal rettet nur noch der Pfosten für den bereits geschlagenen Kickert. Die Red Bulls können dem Druck kaum etwas entgegensetzen, und Hochkofler versucht, den Rhythmus der Wölfe mit einer Härteeinlage zu brechen. Mehr als ein Abschluss von Mario Huber, den Furlong mit dem Schoner klärt, springt für die Gäste aber nicht heraus. Die Wölfe bleiben am Drücker. Deluca tankt sich durch und prüft Kickert, kurz darauf fischt der Salzburger Goalie eine Direktabnahme von Fontaine nach einem Rückhandzuspiel von Mantinger nur mit Mühe aus der Luft. In der 17. Minute wird der Druck schließlich belohnt: Nach einer Strafe gegen Baltram setzen sich die Wölfe im Angriffsdrittel fest, Fontaine bedient Fitzgerald mit einem Blindpass, und die Nummer 91 lässt Kickert aus kürzester Distanz keine Chance – 1:0. Auch danach bleiben die Schwarz-Gelben das klar bessere Team, Lipon hat beinahe das 2:0 auf der Schaufel. Mit beeindruckenden 19:3 Torschüssen, 13 von 17 gewonnenen Bullys und einer hochverdienten 1:0-Führung geht es in die erste Pause.
Salzburg kommt mit viel Schwung aus der Kabine, Rattie versucht es gleich mit einem Abfälscher im Slot. Eine Unterzahl nach einem Wechselfehler überstehen die Wölfe souverän: Osmanski wirft sich in einen Onetimer von Rattie, Bardreau und Mantinger nehmen mit geschickter Scheibenführung wertvolle Zeit von der Uhr, und die Red Bulls kommen zu keiner einzigen Torchance. Danach wird es auf beiden Seiten gefährlich. Zandegiacomo bringt Kickert nach einem Sprint in höchste Not, auf der anderen Seite ist Furlong gegen Baltram zur Stelle. In der 31. Minute holt Zandegiacomo eine Strafe gegen Auer heraus. Das Powerplay läuft zunächst zäh, Salzburg ist in Unterzahl sogar gefährlicher. Doch wenige Sekunden vor Ablauf der Strafe verzögert Ierullo geschickt und legt an der blauen Linie quer zu Di Tomaso, der mit einem herrlichen Onetimer ins kurze Eck zum 2:0 trifft (32. Min.). Jetzt drücken die Gäste. Furlong lenkt einen Schuss von Nissner mit der Maske ab, Robertson zielt knapp vorbei, und während einer angezeigten Strafe schnüren die Red Bulls die Wölfe mit sechs Feldspielern fast zwei Minuten lang im eigenen Drittel ein. Schuss um Schuss prasselt auf das Pusterer Tor, doch Furlong hält dicht. Auch das folgende Penalty Killing ist grandios, und als Hochkofler kurz vor Ablauf doch frei im Slot auftaucht, rettet Furlong mit einer Glanztat. Auf der anderen Seite tankt sich Lobis durch, Ierullo scheitert an Kickert, und Osmanski trifft nur den Pfosten. Ausgerechnet nach dieser starken Phase der Wölfe verkürzt Salzburg: Nach einem Schuss von Raffl zieht Claesson aus der zweiten Reihe gnadenlos ab und hämmert die Scheibe unter die Latte – 2:1. Kurz vor der Sirene kann ein Durchbruch von Nissner nur noch per Foul gestoppt werden, sodass die Wölfe das Schlussdrittel in Unterzahl beginnen müssen.

Die Wölfe beginnen den Schlussabschnitt in Unterzahl, überstehen diese aber souverän: Außer einem Schuss von Rattie und einem Abschluss von Hochkofler bringen die Red Bulls nichts zustande. Danach nimmt die Partie Fahrt auf. Moncada versucht es aus der Drehung, auf der anderen Seite ist Furlong bei einem Wraparound von Raffl aufmerksam. In der 45. Minute kassiert Raffl wegen hohen Stocks eine doppelte Strafe, und die Wölfe schnüren die Gäste vier Minuten lang in deren Drittel ein. Lobis zieht verdeckt durch den Verkehr ab, Fontaine und Farrance feuern wuchtige Schüsse ab, und Moncadas Gewaltschuss schlittert nur knapp am Pfosten vorbei. Trotz zahlreicher Chancen will ein Treffer aber nicht fallen. Der HCP bleibt am Drücker und gewinnt gefühlt jeden Zweikampf. Kickert pariert einen Gewaltschuss von Fitzgerald samt Nachschuss, Ierullo setzt die Scheibe über die Latte. Auf der Gegenseite rettet Furlong zweimal am kurzen Pfosten gegen Raffl, und dann schlagen die Wölfe zu: Nach einem Salzburger Angriff leitet Zanatta den Gegenstoß ein, Mantinger legt von der Seite in den Lauf von Bardreau, und der zieht aus vollem Lauf zum 3:1 ab. Furlong hat bei einem Bombenschuss von Rattie das Glück des Tüchtigen, und einmal scheint die Scheibe sogar im Tor zu liegen, doch nach Videobeweis entscheiden die Unparteiischen auf kein Tor. Die Gäste drücken nun mit Vehemenz auf den Anschlusstreffer, der Forecheck der Wölfe bleibt aber gnadenlos und unterbindet jeden geordneten Spielaufbau. Auch ein Timeout von Salzburg-Coach Teemu Levijoki und ein sechster Feldspieler ändern nichts mehr, die Wölfe stellen alle Passwege zu. Zwölf Sekunden vor Schluss hält Furlong einen Schuss von Raffl fest, und als die Schlusssirene ertönt, verwandelt sich die mit 3.088 Zuschauern fast ausverkaufte Intercable Arena in ein Tollhaus.
Die Puschtra gewinnen eine harte, intensiv geführte Partie mit 3:1 und zähmen die wütend anrennenden Roten Bullen über die vollen 60 Minuten. Nach dem Sweep im Viertelfinale der Vorsaison ist es bereits der fünfte Sieg in Folge gegen die Bullen. Bevor die Länderspielpause ansteht, wartet am Sonntag noch das Auswärtsspiel in Innsbruck, danach bleibt den Wölfen etwas Zeit zum Verschnaufen.
HC Falkensteiner Pustertal – EC Red Bull Salzburg 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
Referees: HUBER R., STERNAT, Pardatscher, Seewald
HCP: Fitzgerald (16:55/PP1), DiTomaso (31:57/PP1), Bardreau (52:22)
RBS: Claesson (38:04)




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