Landesregierung stimmt Zuweisung für Istitut Ladin Micurá de Rü zu

190.000 Euro für die ladinische Sprache und Kultur

Freitag, 18. September 2026 | 16:20 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Das Ladinische Institut Micurá de Rü organisiert und fördert Initiativen zur Bewahrung und Förderung der ladinischen Sprache und Kultur. In ihrer Sitzung vom 18. September hat die Landesregierung auf Vorschlag des Landesrats für Ladinische Bildung und Kultur Daniel Alfreider eine ergänzende Zuweisung von 190.000 Euro beschlossen, und zwar für die Entwicklung informatischer Systeme für die ladinische Sprache, für die Digitalisierung, für die Organisation der Festlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen sowie für die Übernahme der wissenschaftlichen Bibliothek von Professor Edward F. Tuttle in den eigenen Bibliothekskatalog. Dadurch sind die finanziellen Mittel für die kulturelle Tätigkeit gesichert.

Am Samstag, 19. September, werden im Rahmen des Di dla Cultura Ladina im Kulturhaus von St. Ulrich die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Literaturwettbewerbs Scribo und Scribo Junior ausgezeichnet, die Preisverleihung beginnt um 17.30 Uhr. In jeder Kategorie werden ein erster und ein zweiter Preis in Höhe von 3000 beziehungsweise 2000 Euro vergeben. Eine Fachjury unter dem Vorsitz des Schuldirektors und Autors Ivan Senoner – mit Nadia Chiocchetti, Werner Pescosta, Ingrid Runggaldier und Carlo Suani – hat die eingereichten Texte begutachtet und die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt.

Austellung in St. Ulrich bis November zugänglich

Weiters wird in diesem Zusammenhang am 19. September die Ausstellung La Berstot de Lenert – Die Kunstwerkstatt Lenert – La Bottega d’arte Lenert. Rudolf Moroder (1877–1914) & Ludwig Moroder (1879–1953) im Ausstellungsraum des Kulturhauses in St. Ulrich eröffnet, sie bleibt bis zum 1. November zugänglich. Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Werkstatt der Familie Moroder Lenert und insbesondere das Schaffen der Bildhauer Rudolf Moroder Lenert (1877–1914) und Ludwig Moroder Mëune (1879–1953), die zu den prägenden Künstlern der Werkstatt gehörten.

Anhand von Skulpturen, Zeichnungen, Modellen, Fotografien und Dokumenten werden Einblicke in ihre Ausbildung und ihr künstlerisches Schaffen vermittelt. Zugleich zeichnet die Schau die Entwicklung der Werkstatt nach und beleuchtet die Veränderungen, die die Grödner Bildhauerei in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts prägten.

Bezirk: Bozen

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen