Von: Redaktion Südtirol News
Meran – Eine besondere internationale Anerkennung für Claudio David Calabrese aus Meran: Der Südtiroler Künstler wurde beim 16. internationalen Wettbewerb „Duc de Richelieu“ mit dem Preis „Duc de Richelieu – Gold“ in der Kategorie Malerei ausgezeichnet.
Die feierliche Übergabe des Diploms fand am 31. Oktober 2026 im Hotel Laurin in Bozen statt. Überreicht wurde die Urkunde von Reinhard Auer, dem bekannten österreichischen Dramaturgen und Obmann von Gloria Österreich.
In der Begründung der Auszeichnung wird Calabreses künstlerisches Können besonders hervorgehoben: Er banne mit großem Einfühlungsvermögen und herausragender Technik die Gesichter seiner Zeitgenossen facettenreich auf die Leinwand. Damit würdigt die Vereinigung seine besondere Fähigkeit, menschliche Ausdruckskraft und Persönlichkeit malerisch festzuhalten.
Die Künstlervereinigung Gloria wurde 2010 in Odessa unter dem Namen „Freundschafts-Brücke Gloria“ gegründet. Zeitgleich entstand ein gleichnamiger Verein in Frankfurt am Main. Gründerin und heutige Vorsitzende ist die Schriftstellerin und Journalistin Elena Ananyeva. 2014 kam mit „Gloria – Kulturzusammenarbeit Österreich-Ukraine“ eine weitere Organisation mit Sitz in Wien hinzu.
Das zentrale Anliegen der Vereinigung ist die friedliche Verständigung zwischen den Völkern durch Kunst und Kultur. Zu ihren Aktivitäten zählen Ausstellungen wie „Goldene Meister von Odessa“, jährliche Chorkonzerte, Theaterproduktionen, die literarische Akademie „LIK“, die Herausgabe der Zeitschrift „Gloria“ sowie internationale Kooperationen mit Spanien, Israel und Peru.
Ein besonderer Schwerpunkt ist der jährlich stattfindende internationale Künstlerwettbewerb „Duc de Richelieu“. Namensgeber ist Armand de Richelieu, Großneffe des berühmten Kardinals und erster Gouverneur von Odessa im 18. Jahrhundert, der die Entwicklung der Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum wesentlich mitprägte.
Der Wettbewerb umfasst fünf Auszeichnungsstufen – Gold, Silber, Platin, Brillant und Smaragd – sowie mittlerweile 16 Kategorien, darunter Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Literatur, Musik, Theater, Tanz und soziokulturelle Projekte. Künstlerinnen und Künstler aus allen Ländern können nominiert werden.
Für 2026 hat Gloria Österreich insgesamt zwölf Persönlichkeiten vorgeschlagen: sechs aus Österreich, fünf aus Italien und eine aus Ungarn. Neben Claudio David Calabrese wurden aus Italien Brigitte Ostwald aus Ravenna, Dany Preyer aus Milano Marittima, Antonella Turci und Stefania Polidori aus Forlì ausgezeichnet. Die ersten drei erhielten ihre Ehrungen auch für ihr Engagement im soziokulturellen Projekt „Anime senza Voce“.
Mit der Auszeichnung wird nicht nur das künstlerische Schaffen von Claudio David Calabrese gewürdigt, sondern auch die internationale Bedeutung eines Kulturprojekts unterstrichen, das Menschen und Nationen durch die verbindende Sprache der Kunst zusammenführt.




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