Ein Zeichen der Dankbarkeit und gelebten Solidarität

Herz-Jesu-Notfonds übernimmt Begräbniskosten für Freiheitskämpfer Siegfried Steger

Sonntag, 08. November 2026 | 21:53 Uhr

Von: Martin Geier

Sand in Taufers – Der Herz-Jesu-Notfonds hat die Begräbniskosten des im Frühjahr 2026 verstorbenen Südtiroler Freiheitskämpfers Siegfried Steger in Höhe von 6.402,60 Euro übernommen. Am Sonntag, dem 8. November 2026, fand am Grab des Verstorbenen in Taufers im Pustertal die symbolische Spendenübergabe statt.

Siegfried Steger gehörte zu jenen Südtiroler Freiheitskämpfern, die sich in den 1960er-Jahren für die Freiheit und Selbstbestimmung ihrer Heimat einsetzten. Sein Einsatz war mit großen persönlichen Opfern verbunden. Bis zu seinem Tod blieb er seiner Heimat und dem Schützenwesen eng verbunden. Er war Ehrenmitglied der Schützenkompanie Taufers im Pustertal.

Nach seinem Ableben stand seine Tochter Katharina vor einer erheblichen finanziellen Belastung. Ihr Vater hatte ihr sein kleines Haus hinterlassen, auf dem allerdings noch eine beträchtliche Hypothek lastet. Zu dieser ohnehin schwierigen Situation kamen die Kosten für das Begräbnis hinzu.

In dieser Situation wandte sich die Schützenkompanie Taufers im Pustertal an den Herz-Jesu-Notfonds und ersuchte um Unterstützung. Nach Prüfung der Umstände entschied der Notfonds, die gesamten Begräbniskosten zu übernehmen und damit die Tochter des Verstorbenen zumindest von dieser zusätzlichen finanziellen Sorge zu entlasten.

© Roland Pescosta/Im Bild (v.l.) Hauptmann der Schützenkompanie Taufers im Pustertal, Ivan Gufler, der Obmann des Herz-Jesu-Notfonds, Hubert Straudi, sowie Oberleutnant Peter Villgrater.

Ein Zeichen der Dankbarkeit und gelebten Solidarität

Am Sonntag, dem 8. November 2026, wurde die Unterstützung im Rahmen einer symbolischen Spendenübergabe am Grab von Siegfried Steger offiziell gewürdigt. Daran nahmen der Hauptmann der Schützenkompanie Taufers im Pustertal, Ivan Gufler, der Obmann des Herz-Jesu-Notfonds, Hubert Straudi, sowie Oberleutnant Peter Villgrater teil.

Die Übernahme der Begräbniskosten ist dabei weit mehr als eine finanzielle Hilfeleistung. Sie ist zugleich ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber einem Mann, der für seine Überzeugungen und für seine Heimat große persönliche Opfer auf sich genommen hat.

Menschen, die sich über Jahrzehnte für ihre Überzeugungen eingesetzt haben, und ihre Angehörigen sollen in schwierigen Situationen nicht alleingelassen werden. Der Herz-Jesu-Notfonds versteht seine Aufgabe darin, dort helfend einzugreifen, wo finanzielle Notlagen entstehen und solidarische Unterstützung notwendig ist.

Der Herz-Jesu-Notfonds dankt allen Spenderinnen und Spendern, die durch ihre Unterstützung solche Hilfeleistungen ermöglichen. Der vorliegende Fall zeigt eindrucksvoll, dass die anvertrauten Spendengelder dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden.

Bezirk: Pustertal

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen