Von: importer
Ulrich Seidl wird mit einer großen Werkschau in Amsterdam gewürdigt. Das Eye Filmmuseum zeigt von 19. September bis 31. Jänner 2027 zahlreiche Werke des österreichischen Regisseurs – von frühen Kurzfilmen wie “Einsvierzig” (1980) und “Der Ball” (1982) über Fernsehfilme wie “Die letzten Männer” (1994) bis hin zum Doppel “Rimini” und “Sparta” (2022). Begleitend gibt es Vorträge und diverse Veranstaltungen. Auch Seidl selbst stattet Amsterdam einen Besuch ab.
“Ulrich Seidl – Über das Leben, die Liebe und den Tod” konfrontiere die Besucherinnen und Besucher mit einer Reihe scheinbar gewöhnlicher Menschen, die versuchen, in einer sinnentleerten, spätkapitalistischen Gesellschaft etwas aus sich und ihrem Leben zu machen, heißt es in der Ankündigung. Das Eigentümliche von Seidls Herangehensweise bestehe darin, wie er der Welt den Spiegel vorhalte. “Mir geht es darum, hinter die beschönigte Fassade zu blicken und in den privaten Raum vorzudringen”, wird Seidl zitiert. “Das ist oft unangenehm und sieht vielleicht anders aus, als die meisten es gerne hätten.”
Aktuell arbeitet Seidl an einem Spielfilm namens “Distanzen”. Aus einer im Vorjahr veröffentlichten Förderzusage geht hervor, dass der Film einem Mann folgen soll, der sich an Stätten von Leid und Tod lebendig fühlt und entsprechende Reisen organisiert. Zu Hause in Österreich ist das Leben der Hauptfigur von Distanzen geprägt. So verlässt etwa sein erwachsener Sohn nie sein Zimmer. Die Dreharbeiten sind laut einer Aussendung für Anfang 2027 geplant.
(S E R V I C E – https://www.eyefilm.nl/en/programme/ulrich-seidl/1633828 )




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