Der glanzvolle Höhepunkt des Faschings

Broadway-Flair am Opernball mit Stone und Drescher

Freitag, 06. Februar 2026 | 12:18 Uhr

Von: apa

Der glanzvolle Höhepunkt des Faschings steht wieder vor der Tür: Am Donnerstag lädt die Staatsoper bereits zum 68. Mal zum Wiener Opernball. Die Eröffnung steht heuer ganz im Zeichen des Broadways – große Auftritte gibt es aber auch in den Logen, besuchen doch die Weltstars “The Nanny” Fran Drescher und Sharon Stone das Fest.

Vom offiziellen Österreich wird erneut Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Ball besuchen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) bleibt der Oper hingegen fern, da er am zeitgleichen informellen Europäischen Rat in Brüssel teilnimmt.

Gleich zwei Superstars

Bei den Promis gibt es heuer gleich zwei Superstars: Fran Drescher wird in der Loge der Lugner City Platz nehmen, Sharon Stone beim oberösterreichischen Industriellen Karl Guschlbauer.

Während das Rahmenprogramm von Drescher, die gemeinsam mit ihrem Ex-Mann Peter Marc Jacobson nach Wien kommt, noch nicht feststeht, sind Stones Termine im Vorfeld schon bekannt: Am Dienstag lädt “Schaumrollenkönig” Guschlbauer zu einem Empfang und einer Pressekonferenz in seine Firma in St. Willibald. Bevor es mit dem Weltstar am Donnerstag in die Loge geht, gibt es noch ein “privates Abendessen”. “Dabei wird auch Johann Lafer sein, mit dem ich sehr gut befreundet bin”, sagte Guschlbauer im Vorfeld.

“West Side Story” bei der Eröffnung

Die Eröffnung steht am Donnerstag dann ganz im Zeichen des Broadways. Herzstück werden etwa die “Maria”-Arie und die Balkonszene aus dem weltberühmten Musical “West Side Story” von Leonard Bernstein sein – eine Geschichte wie “Romeo und Julia in New York”, wie Staatsoperndirektor Bogdan Roščić bei der Opernball-Pressekonferenz sagte. Als Sänger wurden die südafrikanische Sopranistin Pretty Yende und der französische Tenor Benjamin Bernheim gewonnen.

Zuvor tritt aber das Staatsballett mit dem Broadway-Hit “The Carousel Waltz” aus dem Musical “Carousel” von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein auf. Für die Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer zeichnete niemand Geringerer als Giorgio Armani verantwortlich, der diese noch vor seinem Ableben im vergangenen Jahr entwarf.

Dann übernimmt der “kollektive Wahnsinn”

Abgeschlossen wird die Eröffnung wieder ganz traditionell mit dem Donauwalzer. Dann übernimmt “der kollektive Wahnsinn”, wie Roščić sagte.

Die Oper wird für diesen Wahnsinn hübsch aufgeputzt: Die heurige Blumendekoration, die Emil Doll gemeinsam mit Maryam Yeganehfar kreiert hat, steht unter dem Motto “Opus Florale Avantgarde”. Mit einer Mischung aus vorwiegend “Red Naomi Futura Rosen” und rotem Amaranthus entsteht demnach “eine dramatische und üppige Blütenpracht, ein modernes florales Kunstwerk, das Tradition und Moderne elegant verbindet”, wie die Staatsoper schwärmte. Das Werk ist aber nicht nur schön, sondern auch klimafreundlich: Die “Red Naomi Futura” Rose von Porta Nova gehört mit einem CO2-Ausstoß von nur 56g pro Stiel zu den klimafreundlichsten Rosen am europäischen Markt.

Opernball im ORF

Für den ORF bedeutet der Opernball wieder einen sicheren Quotenhit. 2025 sahen etwa bis zu 1,445 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dem Spektakel im Fernsehen zu. Durch den diesjährigen TV-Abend führen erneut Mirjam Weichselbraun, Teresa Vogl und Andi Koll. Kommentiert wird von dem bewährten Duo Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz.

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