Von: importer
Die Oscar-Preisträger Penélope Cruz und Javier Bardem standen wieder gemeinsam vor der Kamera und verkörpern – wie im echten Leben – in “Bunker” ein Ehepaar. Der Streifen (Regie: Florian Zeller) läuft im Wettbewerb der Filmfestspiele Venedig. Auf die Frage, wie viel von ihrer eigenen Ehe in die Rollen eingeflossen sei, antwortete Bardem in der Lagunenstadt: “Gar nichts.”
“Wir sind sehr gut darin, Fiktion und Realität voneinander zu trennen. Sonst würden wir in diesem Job nicht überleben”, so der 57-Jährige. Auf die Frage, ob sich die beiden manchmal streiten, antwortete er scherzhaft: “Nein, nein, niemals.” Cruz (52) sagte in Richtung ihres Partners: “Ich kenne dich seit mehr als 30 Jahren. Stell dir einmal vor, wir hätten uns noch nie gestritten.” Bezüglich Arbeit und Privatleben sprach sie von einer gesunden Balance. “Wenn man gemeinsam einen Film vorbereitet, spielt das natürlich eine große Rolle in den Gesprächen, aber das haben wir nicht sehr oft gemacht.”
Die beiden stünden nur etwa alle fünf Jahre gemeinsam vor der Kamera. “Andere Angebote, die uns unterbreitet wurden, hielten wir entweder nicht für das Richtige für uns oder es war nicht der richtige Zeitpunkt”, sagte Cruz.
Vertrauen in den Regisseur
Die Entscheidung für das aktuelle Projekt sei den beiden leichtgefallen, betonte Cruz, was vor allem an der Zusammenarbeit mit dem Regisseur gelegen sei. Zeller habe am Set als eine Art Schutzschild fungiert: “Wir wussten, dass wir auf diese Weise geschützt sein würden – indem jemand in der Mitte stand, der uns einlud, nichts aus unserem Privatleben mitzubringen, sondern einfach wir selbst zu sein, mit all unseren Zellen, die von allem durchdrungen sind, was wir in unserem Leben erlebt haben.”
In “Bunker” verkörpert Bardem einen Star-Architekten, der darüber nachdenkt, den Auftrag eines Tech-Milliardärs anzunehmen, einen Bunker zu bauen. Für seine Frau, verkörpert von Cruz, wird das Projekt zum Anlass, die gemeinsamen Werte und schließlich die ganze Ehe infrage zu stellen. Das Drama erhielt nach der Premiere die bisher längsten Standing Ovations des Festivals und einen Applaus von über 15 Minuten. In einer Nebenrolle ist Patrick Schwarzenegger zu sehen.




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