Ergebnis der Spontanbefragung

Integration: Zwei Drittel sehen eine Seite in der Pflicht

Mittwoch, 05. August 2026 | 08:20 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Die Diskussion um einen eigenen Badeabend für Frauen im Lido von Salurn – unter anderem für muslimische Frauen, die im Burkini schwimmen möchten – hat vergangene Woche auch die Leser von Südtirol News beschäftigt. Im Mittelpunkt der Umfrage stand die Frage, auf welcher Grundlage Integration gelingen kann.

Das Ergebnis fiel deutlich aus: 65 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass eine Seite den ersten Schritt machen muss – das Aufnahmeland oder die Zugewanderten.

35 Prozent sprachen sich hingegen für einen Mittelweg aus. Sie finden, dass sich beide Seiten annähern sollten: Jede behält ihre eigene Identität, übernimmt aber zugleich Aspekte der jeweils anderen Kultur, damit ein gutes Zusammenleben gelingt. Diese Option erhielt rund 800 Stimmen.

An der Online-Abstimmung beteiligten sich insgesamt mehr als 2.300 Leser.

Im Kommentarbereich wurde zu dem Thema eifrig diskutiert.

@Gievkeks ist der Meinung: “Integration wäre für mich, wenn sich die Gruppen komplett mit der Gesellschaft vermischen, sei es was Wohnviertel, Freizeitaktivitäten, etc. angeht.
In Wahrheit sehen wir aber sehr oft eher Gruppenbildung, Absonderung, Parallelgesellschaften. Dass das so ist liegt bestimmt an beiden Seiten aber es ist irgendwie auch in der Natur des Menschen sich mit seinesgleichen abzugeben.”

@senfgeber sagt: “Echte Integration gelingt nicht durch Separierung und das Nachgeben gegenüber konservativen Rollenbildern, sondern durch das selbstverständliche Miteinander im regulären Alltag.”

@Agent668 bringt die Ansicht: “Kulturelle und soziale Integration gelingt nicht, wenn sich die eine Gruppe der anderen unterwirft. Kann man in beide Richtungen lesen.”

Bezirk: Bozen

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