Ist der Weg vom Hundekot bis zum Mülleimer auch schon zu weit?

Naturparks Südtirol: “Der Gipfel der Sinnlosigkeit”

Mittwoch, 02. September 2026 | 08:02 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Die “Naturparks Südtirol” machen in einem Facebook-Beitrag auf ein alltägliches Ärgernis aufmerksam: Hundebesitzer sammeln den Kot ihrer Vierbeiner zwar in die dafür vorgesehenen Säckchen ein, lassen diese anschließend aber einfach am Straßenrand oder im Park liegen.

Gefüllte Hundekotbeutel, die in der Natur zurückbleiben, gehören inzwischen vielerorts zum gewohnten Bild. Doch was Menschen dazu bewegt, den Kot zwar aufzuheben, den gefüllten Beutel aber nicht bis zum nächsten Mülleimer zu tragen, bleibt schwer nachvollziehbar und wird von den “Naturparks Südtirol”  als „Gipfel der Sinnlosigkeit“ bezeichnet.

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass Hundekot ohne Plastikbeutel auf natürliche Weise innerhalb weniger Wochen abgebaut wird, während der Plastikbeutel zwischen 100 und 500 Jahre in der Umwelt verbleibt. Wo kein Mülleimer in der Nähe ist, sollte der Kot daher ohne Plastik in der Erde vergraben oder der gefüllte Beutel bis zum nächsten Abfalleimer mitgenommen werden.

Verantwortung beginnt nicht erst bei den großen Herausforderungen unserer Zeit

Neben der elementaren Erklärung zur richtigen Entsorgung von Hundekot stellt sich auch die Frage, wie selbstverständlich eigentlich noch die einfachsten Regeln des Zusammenlebens sind und bis zu welchem Grad man Erwachsenen tatsächlich erklären muss, dass ein Hundekotbeutel nicht deshalb verschwindet, weil der Kot darin verpackt wurde.

Eine kleine Alltagssache, die dennoch zu bedenken gibt, wie eine Gesellschaft in der Lage sein soll, die großen Probleme der aktuellen Zeit zu lösen, wenn einige schon daran scheitern, einen Hundekotbeutel bis zum nächsten Mülleimer zu tragen.

Bezirk: Bozen

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