Von: Sophia Molitor
Bozen – Der Landesausschuss des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) hat sich mit Landesrat Christian Bianchi über die geplanten Investitionen des Landes in die gastgewerblichen Schulen ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die umfangreichen Infrastrukturprojekte an den Landeshotelfachschulen Hellenstainer, Ritz und Kaiserhof, für die im mehrjährigen Investitionsprogramm des Landes insgesamt rund 100 Millionen Euro zweckgebunden sind.
Landesrat Bianchi betonte, dass die Modernisierung der Schulinfrastruktur derzeit eine der Prioritäten seines Ressorts ist. Die vorgesehenen Mittel seien zweckgebunden und stünden demnach ausschließlich für diese Investitionen zur Verfügung.
HGV-Präsident Klaus Berger begrüßte die angekündigten Investitionen: „Eine moderne und attraktive Ausbildungsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung, um junge Menschen für Berufe im Gastgewerbe zu begeistern. Gerade angesichts des Fachkräftemangels braucht es starke Schulen und eine hochwertige Ausbildung. Die Investitionen des Landes sind daher ein wichtiges Signal für die Zukunft unserer Branche.“

Konkret informierte Bianchi über den aktuellen Stand der Projekte: Für die Landeshotelfachschule Hellenstainer sind rund 23 Millionen Euro vorgesehen. Projektierung und Baubeginn sollen innerhalb 2027 erfolgen. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Frühjahr 2029 geplant.
Für die Landeshotelfachschule Ritz sind Investitionen von rund 59 Millionen Euro vorgesehen. Das Projekt umfasst den weitgehenden Abriss und Neubau der bestehenden Strukturen sowie die Errichtung einer Tiefgarage, einer Mensa, eines Schülerheims und die Sanierung bestehender Schulbereiche. Der Planungswettbewerb soll im Herbst 2026 starten, die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Weitere 15 Millionen Euro sind für die Sanierung des Kaiserhofs vorgesehen. Noch in diesem Jahr soll der Projektant beauftragt werden. Der Baubeginn ist für 2028 geplant, der Abschluss der Arbeiten ist für 2030 angestrebt.
Bis 2030 werden alle Arbeiten erledigt sein
„Die gastgewerblichen Oberschulen benötigen dringende Investitionen, weshalb wir die dafür notwendigen finanziellen Mittel für die nächsten Jahre bereits zweckgebunden haben. Bis Ende 2030 werden die drei genannten Schulen an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden, sodass die Schülerinnen und Schüler eine attraktive Umgebung vorfinden, um eine Ausbildung für das Gastgewerbe absolvieren zu können“, unterstrich der Hochbaulandesrat.
Im Rahmen des Austauschs wurde zudem die zentrale Bedeutung der Aus- und Weiterbildung für die langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs im Tourismus hervorgehoben. „Moderne Ausbildungsstätten sind ein entscheidender Baustein, um den Nachwuchs bestmöglich auf die Anforderungen der Branche vorzubereiten. Insofern werden wir den sehr guten Austausch mit LR Bianchi fortführen, damit den Schülerinnen und Schülern schnellstmöglich attraktive Ausbildungsstätten zur Verfügung stehen“, unterstreicht Vizepräsidentin Judith Rainer abschließend in der Pressemitteilung des HGV.




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