Von: Lukas Unterkofler
Bozen – Der Südtiroler Arbeitsmarkt zeigt sich im zweiten Quartal 2026 weiterhin robust. Laut dem Landesinstitut für Statistik ASTAT waren zwischen April und Juni insgesamt 259.232 Menschen erwerbstätig. Gleichzeitig sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2.792.
Die Arbeitslosenquote lag damit bei 1,1 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal entspricht das einem Rückgang um 0,8 Prozentpunkte, gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres sank die Quote um 0,5 Prozentpunkte. Insgesamt waren damit erstmals seit Längerem wieder weniger als 3.000 Menschen nach der Definition der Arbeitskräfteerhebung arbeitslos.
Weniger Erwerbstätige als im Vorjahr
Bei der Zahl der Erwerbstätigen verzeichnet ASTAT allerdings einen leichten Rückgang. Mit 259.232 Erwerbstätigen waren es 0,8 Prozent weniger als im zweiten Quartal 2025. Ausschlaggebend war vor allem die Entwicklung bei den Männern: Ihre Zahl sank um 4.418 Personen.
Gleichzeitig nahm die Zahl der erwerbstätigen Frauen zu. Im zweiten Quartal waren 120.924 Frauen erwerbstätig, gegenüber 138.307 Männern. Besonders deutlich entwickelte sich der Dienstleistungssektor: Dort stieg die Beschäftigung im Jahresvergleich um 929 Personen. Damit verzeichnet der Bereich bereits seit sechs Quartalen in Folge ein Wachstum gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.
Rückgänge gab es hingegen in der Landwirtschaft und im Produzierenden Gewerbe. In der Landwirtschaft sank die Zahl der Beschäftigten um 672, im Produzierenden Gewerbe um 2.352 Personen.
Erwerbstätigenquote bei 73,9 Prozent
Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen lag im zweiten Quartal bei 73,9 Prozent. Damit stieg sie gegenüber dem ersten Quartal um 0,9 Prozentpunkte, lag aber 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahresquartals. Bei den Männern betrug die Quote 77,6 Prozent, bei den Frauen 70,0 Prozent.
86.887 Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren gehörten im zweiten Quartal zu den Nichterwerbspersonen. Die entsprechende Nichterwerbsquote lag bei 25,3 Prozent.
Eine weitere Kennzahl ist die sogenannte „Stille Reserve“. Dazu zählen Menschen, die grundsätzlich arbeiten könnten, aber derzeit nicht aktiv nach einer Stelle suchen oder nicht unmittelbar verfügbar sind. Ihre Zahl lag bei 3.710 und ging sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich zurück.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zu den beim Arbeitsmarktservice registrierten Arbeitslosen: Diese Zahl lag im zweiten Quartal bei 16.532 und ist aufgrund der unterschiedlichen Definitionen nicht direkt mit den 2.792 Arbeitslosen der Arbeitskräfteerhebung vergleichbar.




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