Verknappung der Flächen Thema auf Landesversammlung

Bauernbund: “Sanieren muss vor Neubau kommen”

Samstag, 24. Februar 2024 | 15:40 Uhr

Bozen – Lebensmittel im Überfluss seien für viele Menschen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Leider, wie der neue Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes, Daniel Gasser, auf der heutigen 77. Landesversammlung im Waltherhaus in Bozen feststellte. Deshalb sei es wichtig, diese und andere Leistungen der Landwirtschaft noch besser zu kommunizieren.

“Obwohl die Landwirtschaft weltweit Milliarden von Menschen satt macht, ist diese enorme gesellschaftliche Aufgabe den meisten Bürgern nicht bewusst. Dabei stecke viel Arbeit und Know-How dahinter. Die große Herausforderung sei deshalb, diese und alle anderen Leistungen der Bäuerinnen und Bauern besser zu kommunizieren. Wir müssen die Lücke, die zwischen Produzenten und Konsumenten entstanden ist, wieder schließen!“, meinte der neue Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes, Daniel Gasser.

Lebensmittel zu produzieren sei insgesamt schwieriger geworden, etwa durch die Verknappung der landwirtschaftlichen Flächen: „Wir wünschen uns, dass das Sanieren vor dem Bauen auf der grünen Wiese an erster Stelle steht, damit wertvoller Kulturgrund geschützt werden kann“, erklärte Gasser.

Klage über Bürokratie

Sorgen bereitet den Bäuerinnen und Bauern die “überbordende Bürokratie, die besonders den kleinstrukturierten familiengeführten Betrieben zu schaffen macht.” Vieles was von Rom oder Brüssel auferlegt wird, mache wenig Sinn und sei ein Ärgernis. Als Beispiel nannte Gasser das Naturwiederherstellungsgesetz oder den Vorschlag, Pestizide pauschal um 50 Prozent zu reduzieren. Auch beim staatlichen Register für die Waldnutzung müsse man sich die Sinnfrage stellen. Dass solche und ähnliche Verordnungen zu Unmut führen, sei verständlich. Daher sei es richtig, dass Europas Bäuerinnen und Bauern gegen diese Behördenwillkür protestieren. Gasser versprach: „Wir als Südtiroler Bauernbund werden uns auch weiterhin für weniger Auflagen einsetzen!“

Neben weniger Auflagen bräuchten die Bäuerinnen und Bauern faire Preise. „Wenn das System richtig funktionieren würde, müssten wir von dem, was wir produzieren, leben können“, meinte Gasser. Er werde als neuer Landesobmann Rahmenbedingungen einfordern, die den Bäuerinnen und Bauern ein Einkommen und ein Auskommen ermöglichen. „Ziel muss es sein, dass die Landwirtschaft die wichtige Säule im ländlichen Raum bleibt, die sie bisher immer war“, sagte Daniel Gasser zum Abschluss.

Bauer Willi als Gastredner

Willi Kremer-Schillings, alias Bauer Willi, war Gastredner der 77. Bauernbund-Landesversammlung. Für den Bauer und Influencer aus dem Rheinland müsse mehr mit der Gesellschaft kommuniziert werden. Er empfahl, weniger zu jammern, sondern vielmehr als Unternehmer zu agieren. „Einfach tun und die Zügel selbst in die Hand nehmen“, erklärte er. Und er appellierte dazu, in der Kommunikation ehrlich zu sein: „Ja, wir greifen in die Natur ein, das ist unsere Aufgabe, denn wir wollen gesunde Pflanzen und Tiere.“ Zudem dürfe auch ein wenig Humor in der Kommunikation nicht fehlen: „Wieso sprechen wir nie von Kartoffeln aus Bodenhaltung oder von Tomaten aus Anbindehaltung.“

Ehrung von Leo Tiefenthaler

Einer der Höhepunkte der Landesversammlung des SBB war die Ehrung von Leo Tiefenthaler. Über 30 Jahre lang hat er die Geschicke des Südtiroler Bauernbundes mitgestaltet: zunächst als Obmann des Bauernbund-Bezirks Unterland, dann als Landesobmann-Stellvertreter und schließlich – seit 2009 – als Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes. Die Laudatio für Leo Tiefenthaler hielt Landeshauptmann a. D. Luis Durnwalder: „Du hast dich immer für den Südtiroler Bauernbund und den Bauernstand eingesetzt. Dabei hast du nicht nur den Bauern, sondern allgemein den Familien am Land eine Stimme gegeben.“ Tiefenthaler habe aber immer auch darauf hingearbeitet, dass die bäuerlichen Familien ein Auskommen mit ihrem Einkommen haben. Auch dafür müsse gedankt werden. Der neue Landesobmann Daniel Gasser überreichte seinem Vorgänger Leo Tiefenthaler das goldene Ehrenzeichen und übertrug ihm die Ehrenobmannschaft des Südtiroler Bauernbundes. Dafür gab es stehende Ovationen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher schloss sich dem Dank an Leo Tiefenthaler an. Es habe immer ein gemeinsames Ziel gegeben, über den Weg dorthin habe aber manchmal diskutiert werden müssen. Der Unmut der Bäuerinnen und Bauern, die europaweit auf die Straße gehen, müsse nun in etwas Positivem und Konstruktivem umgewandelt werden. „Es gibt viele Herausforderungen, vor allem für die Berglandwirtschaft. Und die müssen wir gemeinsam zu meistern versuchen“, schloss Kompatscher

Der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann freute sich, im Saal viele neue und motivierte Gesichter zu sehen. Auch Dorfmann dankte Leo Tiefenthaler für seinen Einsatz, seine Professionalität und für seine Freundschaft.

Josef Geisler, der Bauernbund-Obmann Tirols, beschwor die Gemeinsamkeiten zwischen Nord- und Südtirol. Auch er dankte Leo Tiefenthaler für seine konstruktive Arbeit für die Landwirtschaft der alpinen Regionen, die viel weniger von Hofaufgaben betroffen sei als die in Gunstlagen. Das sei ein Zeichen dafür, dass man auf dem richtigen Weg sei.

Bergbauernpreisträger 2024

Für die vorbildliche Führung ihrer extremen Bergbauernhöfe wurden auch in diesem Jahr wieder drei Familien mit dem Bergbauernpreis 2024 ausgezeichnet, stellvertretend für die vielen Bergbauernfamilien im Land. Der Preis wird alljährlich von den Südtiroler Raiffeisenkassen gestiftet. Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes, übergab die Preise gemeinsam mit Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser an die Familien Siegfried und Ramona Telser vom Kartatschhof in Matsch/Mals, Leo und Sonia Breitenberger vom Essenhof in St. Pankraz/Ulten sowie Michele und Lucia Valentin vom Hof Chi Prá in Abtei.

Steinkeller-Stiftungspreis

Wie immer bei der Bauernbund-Landesversammlung wurde auch in diesem Jahr wieder der Stiftungsbeitrag der „Dr.-Steinkeller-Stiftung“ für den Erhalt bäuerlicher Baukultur vergeben. Stiftungspräsident Siegfried Brugger überreichte den Preis an die Familie Walter und Paula Weissenegger vom Daiml-Hof in Ums. „Wir vergeben heute die 39. Förderung für den Erhalt bäuerlicher Baukultur. Das ist ein Erfolg, nicht nur für die Bäuerinnen und Bauern, sondern für die gesamte Gesellschaft. Denn diese Höfe sind ein wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft.“

Der Daimlhof wurde von Walter Weissenegger und seiner Familie zwischen 2018 und 2021 von Grund auf mustergültig saniert, wobei traditionelle Elemente mit modernen ergänzt wurden. „Wir haben diesen Hof ausgewählt, weil er mit viel Feingefühl saniert wurde und die Familie es damit geschafft hat, ihn zu erhalten und für sich und Gäste zu einem wohnlichen Zuhause zu machen“, lobte Siegfried Brugger.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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32 Kommentare auf "Bauernbund: “Sanieren muss vor Neubau kommen”"


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N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

Verknappung der landwirtschaftlichen Flächen. Nun, irgendwo müssen die Menschen ja auch leben denen die Bauern ihre Produkte verkaufen wollen oder gehts nur darum sie teuer zu exportieren? Das gerade Baugrund billiger und mehr zur Verfügung gestellt werden muss da Wohnen bei uns teuer ist ist den hoch subventionierten Bauern natürlich dann egal! Da kauf ich doch lieber Produkte aus dem Ausland das teilweise nicht subventioniert werden muss und trotzdem billiger hergestellt wird.
Die Forderungen unserer Bauern haben mit der Realität teilweise nichts mehr gemein!

So sig holt is
1 Monat 21 Tage

dass Baugrund bei uns teuer und immer teuerer wird hat den einfachen Grund, weil es einfach begrenzten platz gibt… hinzu kommt das zersiedelungsgesetz, was nochmals alles verknappt.. genau weil viele eine wohnung suchen treibt die Preise noch mehr künstlich nach oben! wenig angebot, hohe Nachfrage, auch wenns teuer ist… und dann auch noch Lebensmittel von anderen entfernen Ländern, billig kaufen zu wollen ist ja sowieso der größte Schwachsinn! hier wegen Klimawandel schreien, aber egal wenn die tomate erst mal ein paar tausen km im pkw sein muss, hauptsache billig!

info
info
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Bodenversiegelung zu vermeiden ist zunehmend wichtig, also ist Sanieren und Wiedergewinnen sicher ein sinnvoller Weg. Wäre halt gut, wenn der wiederhergestellte Wohnraum nicht in die touristische Nutzung fließt. Könnte man eigentlich auch UaB-Wohnungen für Einheimische zurückgewinnen?

Oracle
Oracle
Kinig
1 Monat 21 Tage

@N.G…. Augenklappen bitte abnehmen, dann denken und nochmals nachdenken, bevor man so einen Schmarrn redet! Keine Ahnung von globaler Lebensmittelproduktion und auch noch masochistische Vorschläge gegenüber der heimischen Wirtschaft?! Alle Jahre wird landwirtschaftlicher Grund weniger und zubetoniert oder asphaltiert! So kann es nicht weitergehen! Der Bestand soll vorher saniert werden und es muss notgedrungen in die Höhe gebaut werden, ohne Zersiedelung! Solche Äusserungen N.G. sind absolut nicht zeitgemäss, ausserdem ziemlich eigensüchtig…wir sollten eigentlich betonierte, versiegelte Flächen reduzieren…

Apuleius
Apuleius
Tratscher
1 Monat 21 Tage

@So sig holt is
Dass du dir lei getraust dem N.G. zu widersprechn. Mutig mutig. I trau mi sel jednfolls nimmer. Hob vor a poor toge maule krieg. Jetz hot er mir den schneid okaft

jochgeier
jochgeier
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

dass der baugrund so teuer ist hat in erster linie mit der spekulation die auch hier nicht halt gemacht hat zu tun. wenn in tourismushochburgen und städten höchstpreise verlangt werden hat das am ende wenig mit bauern zu tun.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 21 Tage

@So sig holt is Ach und dann den Baugrund wegen den Bauern verknappen ist ok? Die dann ihrerseits die Produkte woanders hinfahren lassen. Das bleibt rein Klima technisch dann das selbe. Irgendwo müssen wir leben und auf Dauer werden wir wahrscheinlich nicht weniger!

So sig holt is
1 Monat 20 Tage

@Apuleius ongst und geld nia kopp 😂

So sig holt is
1 Monat 20 Tage

@N. G. stimmt, wir müssen alle irgendwo leben… aber man muss nicht immer wieder neue Grunfläche zubetonieren! man kann altes sanieren und wenn man schon neu baut muss man halt in die Höhe bauen anstelle in die breite… die allermeisten neuen Häuser sind 2 oder 3 stöckig… ist das sinnvoll? wenn immer mehr zubetoniert wird, wird auch immer weniger Grünfläche. Mehr beton heißt gleichzeitig auch höhere umgebungstemperaturen im sommer aufgrund des betons der die Wärme schön für die nacht speichert… und weniger grün ist auch weniger lebensraum für die Natur…

Oberjoggler
Oberjoggler
Tratscher
1 Monat 20 Tage

@N.G. sehr gut, Produkte aus dem Ausland kaufen, und dann für die Klimakleber sein. Diese Doppelmoral entlarvt sich in Windeseile. Unklar sind mir insbesondere Ihr permanent konstatierter Neid und Ihre negative Einstellung der Landwirtschaft bzw. den Landwirten gegenüber. Mir ist auch nicht klar, was Sie unter “hochsubventioniert” verstehen Im Vergleich mit anderen Ländern wird die Landwirtschaft in Italien (und ja, Südtirol zählt da nun mal auch zu Italien) bei Weitem nicht “hochsubventioniert”: https://www.nzz.ch/wirtschaft/proteste-der-bauern-so-geht-es-den-landwirten-laut-statistik-ld.1773367 Beste Grüße und vielleicht einen Gang runterschalten in Ihrer Ablehnung den Bauern gegenüber, es gibt in jeder Berufssparte solche und solche…

Oberjoggler
Oberjoggler
Tratscher
1 Monat 20 Tage

@info ja das kann man. Sind 10 Jahre zweckgebunden, dann können sie auch wieder für “normale” Miete verwendet werden. Ich kenne persönlich eine Hand voll Landwirte, die das so gemacht haben.

info
info
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

Danke für den faktenbasierten Beitrag. Der NZZ-Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke verborgen. Daher die Frage: Stellt die Grafik die Gesamtheit der Subventionen (inklusive EU) dar oder nur jene, der jeweiligen Nationalstaaten (wie die Überschrift vermuten lässt)?

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@info
Es gibt Einzelne ehemalige Uab die eine Wohnung oder zwei Wohnungen für Ihre erwachsenen Kinder hergenommen haben, und damit aus der Vermietung ausgestiegen sind. Ich glaube 10 Jahre Bindung ist drauf, danach gehts. Andere sind ausgestiegen weil sie im Falle einer einzigen Wohnung viel zu viel Marketingquatsch zahlen müssen.

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@info
Das mit dem vermieten an Einheimische hat manchmal ganz praktische Nachteile. Dies habe ich vor Kurzem schon mal mit einem Vermieter besprochen. In einem Bergdorf macht es nur Sinn Mietwohnungen im Ballungsraum zu haben mit den Bushaltestellen und den Strukturen und vor allem den öffentlichen SCHNEERÄUMDIENST. Bei fast jeder Wohnung muss Jemand am Morgen täglich zur Arbeit, da muss oft frühmorgens jede Straße geräumt sein.

Frank
Frank
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@N. G. “Da kauf ich doch lieber Produkte aus dem Ausland”

Und die Bedingungen, unter denen dort produziert wird und die Qualität sind Dir wohl egal? Hast Du nicht dieser Tage die Lohnsklaverei auf Sizilien kritisiert?

Ich habe keinen Bedarf an holländischen Gurken mit Wasseraroma, an harten unreif geernteten Tomaten und Erdbeeren aus Spanien, bitter schmeckendem Spargel aus Griechenland, … Und Du hast Interesse an zubetonierten Dörfern, die sich schon an durchschnittlichen Sommertagen auf 40° aufheizen und in der Nacht nicht unter 25° abkühlen?

Fighter
Fighter
Tratscher
1 Monat 21 Tage

Nun ja. Die Bauern haben leicht reden, denn die haben riesige Höfe und können mit viel Förderung alles Sanieren und Vergrößern. Was soll ich als Arbeiter sanieren wenn ich nichts besitze???

diskret
diskret
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Du hast recht , das ist ein larmer verein mit gtosse Maschinen und Pracht Ställe und Wohnhäuser die wir alle mit unsere Steuergelder finanziert haben

Oberjoggler
Oberjoggler
Tratscher
1 Monat 20 Tage

@diskret schauen Sie sich bitte die Graphik an https://www.nzz.ch/wirtschaft/proteste-der-bauern-so-geht-es-den-landwirten-laut-statistik-ld.1773367 und überdenken Sie bitte mal die Aussage “gtosse Maschinen und Pracht Ställe und Wohnhäuser die wir alle mit unsere Steuergelder finanziert haben”. Neid bringt niemandem etwas, nur jenen, die über uns alle versuchen zu herrschen.

So sig holt is
1 Monat 20 Tage

Genau einige wenige haben riesen Höfe… die durchschnittliche Größe eines Betriebes in südtirol ist immer noch 2 ha…. knapp 1000, der ca 16.000 landwirtschaftlichen Betriebe in südtirol, sind größer als 5 ha, alle anderen sind kleiner! also weit weg von riesig

Frank
Frank
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage
@Fighter Wenn wir wollen (und auch staatlich verordnet bekommen), daß Tierwohl bei der Nahrungsproduktion im Vordergrund steht, geht es nicht ohne Sanierung, Modernisierung, Vergrößerung. Das sind mitunter gewaltige Investitionen, wie viele Bauern können das aus eigener Kraft stemmen? Interessanterweise wird gerade von einigen der User, die hier sonst so sehr für Nachhaltigkeit, Tierschutz, …, plädieren, auf den Bauern herumgehackt, pauschal und ohne jede Unterscheidung. Sicher gibt es auch Bauern, die mehr als vermögend sind und vom Kuchen trotzdem ein großes Stück haben wollen, aber es ist doch mit Sicherheit nicht die Mehrheit, die Meisten arbeiten hart, um den Betrieb am… Weiterlesen »
gutergeist
gutergeist
Superredner
1 Monat 21 Tage

Gute Idee das Sanieren. Aber die innovative und hochmoderne Landesideenwerkstatt wirft ja jedem Bau und Umbauwilligen Bürger unzählige Steine, natürlich mit horrenden Kosten, in den Weg.

info
info
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

Voll einverstanden damit, dass Landwirt:innen von ihren Produkten leben können sollen. Das einzige wirklich ziehende Argument dafür, ist allerdings ein gesundes und lokales Lebensmittel für eine Klientel, die eben deshalb dazu bereit ist, einen deutlich höheren Preis zu bezahlen. Mit einer landschaftszerstörenden und exportorientierten Monokultur arbeitet die Bauernschaft daran aber komplett vorbei.

So sig holt is
1 Monat 20 Tage

das wäre für die allermeisten Landwirte sicher das Ziel, nur wie umsetzen? sind alle bereit einen fairen Preis zu bezahlen, dafür würde aber mehr Vielfalt herrschen? Würde ich unterschreiben! wage ich aber zu bezweifeln… wie NG schon sagte, lieber von weiter weg importieren aber dann billig! so traurig es auch ist

info
info
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

@So sig holt is
Die Märkte sehe ich immer sehr gut besucht und die Marktstände mittags so gut wie leer. Diese “Nische” ist in beständigem Wachstum und klar, wenn das wirklich massentauglich werden soll, muss zunächst viel Vertrauen in die heimische Landwirtschaft zurück gewonnen werden. By design or by desaster übrigens, denn lange wird das mit dem Gemüse aus Spanien und Italien nicht mehr laufen, angesichts der zunehmenden Ver.Wüstung, die sich in Südeuropa abzeichnet.

So sig holt is
1 Monat 20 Tage
@info sicher, die wenigen Marktstände funktionieren gut, da es eben wie du bereits gesagt hat eine Nische ist… man müsste sich zusammenschließen, denn es können nicht alle einen eigenen stand betreiben. Und die bauern im Nebenerwerb (die überwiegende Mehrheit in südtirol) könnte es aufgrund Zeitmangels auch nicht. wie enorm viel arbeit dahinter steckt, wissen nur wenige, ich kenne persönlich 2 bauern. dasselbe war bei bio: solange bio klein und eine nische war lief es es super, die Preise waren gut für die bauern und das Angebot kleiner als die Nachfrage… nun wurde bio so gepusht dass bio im Discounter liegt… Weiterlesen »
Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 21 Tage

…zumindest Bauern können noch genug bauen auf ihren Wiesen…

diskret
diskret
Universalgelehrter
1 Monat 20 Tage

Der schaut gut aus , dachte die Bauern mussen bugeln

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 20 Tage

Einfach die vom Gesetzgeber installierten Drangsalierungsmaßnahmen außer Kraft setzen dann klappts auch mit der Altbausanierung.

maxi
maxi
Tratscher
1 Monat 20 Tage

Das ist ein scheinheiliges Gerede der Verbandsspitze, mit Gesetze wird der Grund verteuert. In jeder Geneinde gibt es genügend Bauern die ihren Grund anbieten

maxi
maxi
Tratscher
1 Monat 20 Tage

Das ist ein scheinheiliges Gerede der Verbandsspitzen, mit Gesetze wird der Grund verteuert. In jeder Gemeinde gibt es genügend Bauern die ihren Grund anbieten. Hier versucht man mit Gewalt die Regeln des freien Markt außer Kraft zu setzen.

xXx
xXx
Kinig
1 Monat 20 Tage
Dieses Argument glaubt euch mittlerweile keiner mehr und es ist aus meiner Sicht gefährlich (für die Bsuern selber) so zu argumentieren. Die allermeisten kleinen Bauern in unserem Land, tragen nicht wirklich zur Ernährung der Massen bei. Sehr, sehr viel Grund in Südtirol dient Kleinbauern dazu ihre 2 (Haus)Nutztiere durchzufüttern, die bestenfalls den Eigenbedarf decken. Im Gegensatz dazu, sind die großen Obstbauern in den Tälern, mehr sls privilegiert. Nicht falsch verstehen, ich bin dafür dass Wiese, Wald und Natur geschutzt wird und da sind es unsere Bauern, die wichtig sind. Deswegen ist die Argumentation so wichtig, denn der normale Arbeiter in… Weiterlesen »
tucano2
tucano2
Tratscher
1 Monat 20 Tage

“Sanieren vor Neubau”: wer hot bis jatz in die Wiesn draußn nui baut? Und im Dorf stian laare höfe(für dei jo kuane GIS zohlt weart) und verfolln…..gonz guis nit dr normale Orbater, weil der sell drleischtet sich nit sella Protzvilln, also miassn die Äpfel decht guat zohlt wearn daß dr Bauer guat verdiant!

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