Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Erfolgreiche Betriebe warten nicht darauf, entdeckt zu werden. Sie setzen klare Ziele und gestalten ihre Zukunft aktiv. Bei der Bezirksversammlung des lvh-Bezirks Klausen wurde deutlich, weshalb Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Kunden nicht dem Zufall überlassen sollten. Welche Botschaft dabei besonders zum Nachdenken anregte, zog sich wie ein roter Faden durch den Abend.
Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Bezirk Klausen trafen sich in der Tischlerei Erlacher, um Bilanz über ein aktives Verbandsjahr zu ziehen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für ihre Betriebe mitzunehmen. Die Betriebsbesichtigung bot dabei interessante Einblicke in ein international tätiges Unternehmen und zeigte, wie Innovationskraft, Qualität und klare Ziele zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen.
Bezirksobmann Jonas Baumgartner blickte auf die wichtigsten Initiativen des vergangenen Jahres zurück. Dazu zählten unter anderem der „Open Day“ sowie der geplante „Skills Day“, bei dem Schülerinnen und Schüler Handwerksberufe direkt in den Betrieben kennenlernen können.
Von einem vielfältigen Jahresprogramm berichteten auch Astrid Waldboth, Bezirksobfrau der Frauen im Handwerk Klausen, und Franz Torggler, Vertreter der Generation Handwerk+ Klausen. Waldboth erinnerte an die Reise nach Turin, den Sommerausflug in den Vinschgau und den Sommerempfang in Bozen zum Thema Betriebsübergabe. Die Veranstaltungen stärkten den fachlichen Austausch und die Vernetzung der Unternehmerinnen im Bezirk. Für Dezember ist zudem eine Informationsveranstaltung zu Vermögensplanung und Zusatzrente geplant.
Torggler berichtete über die Aktivitäten der Generation Handwerk+, darunter die Jahreshauptversammlung, das landesweite Treffen in Tramin sowie weitere gemeinsame Veranstaltungen und Ausflüge. Die Berichte machten deutlich, welchen Stellenwert Austausch, Weiterbildung und Netzwerkpflege innerhalb des Handwerks haben.
Über aktuelle Herausforderungen und die Interessenvertretung des Handwerks informierten lvh-Präsident Martin Haller, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak und lvh-Direktor Walter Pöhl. Im Fokus standen die Sicherung des Fachkräftenachwuchses, die Stärkung des Unternehmerstandortes sowie der Einsatz des Verbandes für gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Erfolgsfaktoren für zukunftsorientierte Betriebe
Den inhaltlichen Höhepunkt des Abends bildete das Referat von Josef Erlacher, Geschäftsführer und Berater bei IFK. Der ehemalige Paralympics-Medaillengewinner schlug dabei die Brücke zwischen Spitzensport und Unternehmertum und zeigte auf, welche Faktoren Unternehmen langfristig erfolgreich machen.
Anhand von zehn Erfolgsfaktoren erläuterte Erlacher, was erfolgreiche Unternehmen auszeichnet. Dazu zählen Begeisterung, klare Ziele, Mut, Disziplin und Wissen ebenso wie qualifizierte Mitarbeitende, die richtigen Zielkunden, die Kenntnis der Mitbewerber, der Blick von außen auf das eigene Unternehmen sowie die Offenheit gegenüber neuen Technologien.
Besonders eindringlich appellierte er an die Unternehmen ihre Kundinnen und Kunden zu suchen und nicht darauf zu warten, dass sie die Betriebe finden.
Grußworte überbrachten Barbians Bürgermeister Josef Gafriller, Josef Oberrauch von der Stadtgemeinde Klausen sowie Thomas Baumgartner von der Gemeinde Villanders. Gafriller dankte dem lvh für seinen Einsatz bei aktuellen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Raumordnung, und würdigte die Leistungen der heimischen Handwerksbetriebe sowie der Tischlerei Erlacher.




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