Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Das Land Südtirol und die Freie Universität Bozen wollen bei Informationstechnologien, Datenmanagement und Datenanalyse sowie künstlicher Intelligenz (KI) enger zusammenarbeiten. Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Landeshauptmann Arno Kompatscher am 30. Oktober den Entwurf einer entsprechenden Vereinbarung genehmigt. Sie schafft einen verbindlichen institutionellen Rahmen für gemeinsame Tätigkeiten von Land und Universität.
Die Zusammenarbeit ist kulturell, wissenschaftlich und strategisch ausgerichtet. Vorgesehen sind unter anderem die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltung für eine bewusste, verantwortungsvolle und sichere Nutzung von KI sowie angewandte Forschung in den Bereichen Datenmanagement, Datenintegration und Datenanalyse.
„Mit der Zusammenarbeit verbinden wir wissenschaftliche Kompetenz mit den Erfahrungen der öffentlichen Verwaltung. So schaffen wir einen verlässlichen Rahmen, um Daten und künstliche Intelligenz verantwortungsvoll, sicher und schrittweise für bessere digitale Verwaltungsprozesse und öffentliche Dienste einzusetzen“, sagt Josef T. Hofer, der Direktor der Agentur für ein digitales Südtirol (ADAS) und der Landesabteilung Informatik. Letztendlich sei es das Ziel, Forschung und Innovation konkret in bessere, einfachere, schnellere und sicherere öffentliche Dienste für die Bevölkerung zu übersetzen. Begonnen von gezielteren Diensten, über weniger Behördengänge, bis hin zu mehr Inklusion, personalisierter Unterstützung sowie Vertrauen und Transparenz beim Einsatz von KI.
„Künstliche Intelligenz soll in der öffentlichen Verwaltung verantwortungsvoll, sicher und nachhaltig eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen stärkt dafür den Austausch zwischen Verwaltung und Wissenschaft und unterstützt uns dabei, neue Anwendungen fundiert zu erproben“, unterstreicht Hofer.
Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinbarung liegt auf ethischen, regulatorischen und organisatorischen Fragen sowie auf der Zuverlässigkeit von KI-Systemen. Außerdem sollen zentrale Akteure des Landes laufend über neue Entwicklungen in der internationalen Forschung, aufkommende Technologien und Fragen der digitalen Souveränität informiert werden.
Die Zusammenarbeit im KI-Bereich erfolgt operativ über das von ADAS eingerichtete KI-Kompetenzzentrum, in Abstimmung mit dem Ethischen Komitee für KI und dem LAB.ai der Südtiroler Informatik AG (SIAG). Die Vereinbarung gilt vorerst für fünf Jahre.




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