Gemeinsam erreichter Meilenstein

Die Santini-Gruppe erhält die EMAS-Registrierung

Montag, 02. November 2026 | 11:18 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Das Südtiroler Unternehmen erreicht einen bedeutenden Meilenstein mit der EMAS-Registrierung, dem europäischen System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Eine Auszeichnung, die Organisation, Verantwortungsbewusstsein und den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würdigt.

Die Santini-Gruppe, ein traditionsreiches Südtiroler Unternehmen im Bereich Umweltdienstleistungen, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Sie wurde nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) registriert.

Dabei handelt es sich um eines der anspruchsvollsten europäischen Systeme für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Die freiwillige Teilnahme verpflichtet Organisationen dazu, ihre Umweltauswirkungen zu bewerten, ihre Umweltleistung zu überwachen, Transparenz zu gewährleisten und eine kontinuierliche Verbesserung anzustreben.

Dieser Prozess mündet in konkrete Maßnahmen: von der Erhebung und Analyse von Umweltdaten über die Festlegung von Verbesserungszielen bis hin zur Veröffentlichung einer Umwelterklärung, die von einem unabhängigen Umweltgutachter validiert wird. Auf diese Weise stellt die Organisation Informationen über ihre Umweltleistung transparent zur Verfügung.

Doch hinter diesem Meilenstein stehen nicht nur Verfahren, Prüfungen und Kennzahlen. Dahinter stehen vor allem die Weiterentwicklung der Organisation und die gemeinsame Arbeit der Menschen, die in den verschiedenen Unternehmensbereichen tätig sind.

„Dieses Ergebnis macht uns besonders glücklich und stolz“, erklärt Mauro Santini, der die Gruppe gemeinsam mit seinem Bruder Andrea und seinem Vater Sergio leitet.

„Ich bin überzeugt, dass der wahre Wert eines Managementsystems nicht allein in der Anerkennung liegt, sondern vor allem in seiner Fähigkeit, konkret in die betrieblichen Abläufe integriert zu werden und dadurch die Organisation, das Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Qualität unserer täglichen Arbeit zu verbessern. EMAS steht für all das, ist aber vor allem das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung.

Ich möchte dem gesamten Team der Santini-Gruppe danken, denn jede und jeder Einzelne trägt durch die tägliche Arbeit zum reibungslosen Ablauf und zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens bei. Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Deborah Aldegheri und unserem Mitarbeiter Alex Salvi, die den EMAS-Prozess in den vergangenen Monaten mit großem Engagement und hoher Professionalität begleitet und maßgeblich dazu beigetragen haben, dieses wichtige Ziel zu erreichen.

Gerade solche Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Menschen sind und wie sehr sich ein Unternehmen weiterentwickeln kann, wenn es gelingt, gemeinsame Ziele und Verantwortung miteinander zu teilen.“

Eine Unternehmensgeschichte, die 1945 begann

Die Geschichte der Santini-Gruppe reicht bis ins Jahr 1945 zurück. Damals gründete Marino Santini ein Unternehmen, das sich auf die Sammlung und Verwertung von Eisen und Altmetallen spezialisierte. Seine unternehmerische Weitsicht nahm bereits damals einige der Grundprinzipien vorweg, die heute die Kreislaufwirtschaft prägen: Materialien zurückgewinnen, Ressourcen nutzen und Verschwendung reduzieren.

Im Laufe der Jahre führte sein Sohn Sergio Santini diese Entwicklung fort. Heute leitet er die Gruppe gemeinsam mit seinen Söhnen Mauro und Andrea, die zur Diversifizierung der Geschäftstätigkeiten beigetragen und das Unternehmen bei der Bewältigung neuer Herausforderungen begleitet haben.

„Wir haben mit der Verwertung von Eisen und Schrott begonnen und sind heute in verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements tätig“, berichtet Andrea Santini. „Wir kümmern uns um die Sammlung, den Transport, die Behandlung und die Verwertung von Abfällen, bieten aber auch Umweltberatung, Schulungen und Dienstleistungen für Unternehmen an.

Heute beschäftigt die Gruppe mehr als 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit mehreren Standorten in Italien und im Ausland vertreten. Im Jahr 2025 wurden mehr als 95 Prozent der in den betrachteten Anlagen behandelten Abfälle einer Verwertung zugeführt. Dies bestätigt die zentrale Bedeutung, die der Rückgewinnung und Aufwertung von Materialien in unseren Tätigkeiten zukommt.

Gleichzeitig tragen die installierten Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Strom für den betrieblichen Eigenbedarf bei und verringern so den Bezug von Energie aus dem öffentlichen Stromnetz.

Diese Ergebnisse spiegeln unsere Entwicklung wider, vor allem aber unseren Willen, weiterhin in Menschen, Infrastruktur, Technologien und neue Kompetenzen zu investieren.“

Von der Tradition zur Innovation

Die Erreichung des EMAS-Ziels ist Teil einer umfassenderen Strategie, mit der sich die Santini-Gruppe für die Entwicklung neuer Dienstleistungen, die Digitalisierung von Prozessen und die Verbesserung ihrer Umweltleistung einsetzt.

„Umweltverantwortung muss sich in konkreten Entscheidungen, Investitionen und im täglichen Handeln widerspiegeln“, betont Mauro Santini. „Die EMAS-Registrierung ist für uns ein wichtiger Meilenstein, vor allem aber eine Verpflichtung für die Zukunft: Wir wollen unsere Umweltleistung weiterhin messen, unsere Ergebnisse transparent kommunizieren und neue Möglichkeiten zur Verbesserung identifizieren.

Auf diesem Weg sind die Erfahrung und die unternehmerische Weitsicht unseres Vaters Sergio nach wie vor eine grundlegende Orientierung. Diese verbinden wir mit neuen Impulsen, Kompetenzen und Ideen.“

Eine Familiengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt und heute vor einer neuen Herausforderung steht: die eigenen Tätigkeiten weiterzuentwickeln, ihre Umweltauswirkungen zu messen und über die erzielten Ergebnisse ebenso Rechenschaft abzulegen wie über jene Bereiche, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht.

Für die Santini-Gruppe ist die EMAS-Registrierung daher kein Endpunkt, sondern eine Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und die kontinuierliche Verbesserung auf Daten, Überprüfungen und konkrete Ergebnisse zu stützen.

Bezirk: Bozen

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