Von: luk
Bozen – Die Ständige Beobachtungsstelle über die Nutzung der Wasserressourcen in den Ostalpen hat sich erneut zu dem sich abzeichnenden Wassermangel im Einzugsgebiet der Etsch geäußert. In ihrer Sitzung vom 16. Juni bestätigte sie die am 18. Mai ausgerufene erste Warnstufe “geringe Gefährdung” im Einzugsgebiet der Etsch und behält diese bei. Die Besorgnis ist jedoch deutlich gestiegen.
Zwar haben die umfassenden Niederschläge in der zweiten Juniwoche im Einzugsgebiet der Etsch zwischen Reschen und dem Mündungsbereich die Situation vorübergehend gelindert und auch am vergangenen Wochenende hat es intensive Gewitterereignisse gegeben. Diese bringen jedoch keine Entwarnung. “Gewitter bringen binnen kurzer Zeit viel Wasser, welches aber schnell – und leider oft verheerend – abfließt. Zudem sind diese Ereignisse häufig mit Sturmböen und Hagel verbunden. Wünschenswert wären regelmäßige, beinahe wöchentliche Regenwasserzugaben”, berichtet Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.
Wasser sparsam nutzen
Alle Bürgerinnen und Bürger sind daher weiterhin zu einem besonders umsichtigen und nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen aufgerufen. Nicht unbedingt notwendige Verbräuche sind zu vermeiden. Der Wasserverbrauch für die Reinigung von Höfen und Plätzen auch in touristischen Betrieben sowie das Waschen von Fahrzeugen ist weitestgehend einzuschränken. Bewässerungen von Gärten und Grünanlagen sollten ausschließlich und auf das Minimum reduziert in den Abend- bis ersten Morgenstunden erfolgen.
In der Landwirtschaft ist nur bei effektiver Notwendigkeit zu bewässern und möglichst nur in den Abend-, Nacht- und Morgenstunden. Die Bonifizierungs- und Bewässerungskonsortien sind angehalten, die eigenen Mitglieder zu sensibilisieren und Maßnahmen zu treffen.
Das nächste Mal wird die Beobachtungsstelle am kommenden Dienstag, 30. Juni, zusammentreten und die Situation bewerten.
Zusatzinformationen zu diesem Thema sind auf dem Newsportal zu finden.




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