Information und Sensibilisierung für Frauen

Europa Donna Italia gründet Delegation in Südtirol

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 14:46 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Europa Donna Italia hat eine eigene Delegation in Südtirol gegründet. Geleitet wird sie von Erika Laner, der Vorsitzenden des Vereins „mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs EO“. Ziel ist es, die Anliegen von Brustkrebspatientinnen stärker auf nationaler Ebene zu vertreten, den Austausch mit den Institutionen auszubauen und die Vorsorge sowie die medizinische Versorgung in Südtirol weiterzuentwickeln.

In Südtirol erhalten jährlich rund 500 Frauen die Diagnose Brustkrebs. Eine frühzeitige Erkennung und eine zeitnahe, multidisziplinäre Behandlung sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie. Die neue Delegation will deshalb die Teilnahme an den Früherkennungsprogrammen fördern und sich für eine bestmögliche Betreuung der Patientinnen einsetzen.

Brustzentrum und breiteres Screening

Zu den wichtigsten Anliegen von Erika Laner gehören die Einrichtung eines multidisziplinären Brustzentrums als zentrale Anlaufstelle für Patientinnen in Südtirol und eine höhere Beteiligung am Mammografie-Screening. Derzeit liegt die Teilnahme laut Europa Donna Italia bei rund 60 Prozent. Zudem soll der Kreis der anspruchsberechtigten Frauen erweitert werden: Das Screening soll nach den Vorstellungen der Delegation künftig Frauen zwischen 45 und einschließlich 75 Jahren angeboten werden.

„Wir wollen einen immer stärkeren Dialog mit den Institutionen und allen Akteuren aufbauen, um die Prävention und Behandlung von Brustkrebs zu verbessern“, erklärt Laner. Netzwerke zu schaffen, Menschen miteinander zu verbinden und den Anliegen betroffener Frauen Gehör zu verschaffen, bleibe ein zentraler Bestandteil der Arbeit.

Aufbauend auf langjähriger Erfahrung

Die neue Delegation knüpft an die Arbeit von mamazone Südtirol an. Der Verein engagiert sich seit 2007 für Information, Sensibilisierung und die Interessenvertretung von Frauen mit Brustkrebs und hat dafür ein regionales Netzwerk aufgebaut.

Europa Donna Italia sieht in der Gründung der Südtiroler Delegation eine Möglichkeit, diese Erfahrungen stärker in die nationale Arbeit einzubringen und die Bedürfnisse der Patientinnen auch auf lokaler Ebene zu vertreten. „Die Präsenz einer lokal und regional fest verankerten Organisation wie mamazone ist eine wertvolle Ressource“, sagt Loredana Pau, die für die Koordination des Vereinsnetzwerks von Europa Donna Italia verantwortlich ist.

Die Organisation setzt sich seit mehr als 30 Jahren für die Rechte von Frauen auf bes

Bezirk: Bozen

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