Von 195 Partnerorganisationen organisiert

Ferienstart mit Rückenwind: 716 Sommerprojekte für Südtirols Kinder

Dienstag, 16. Juni 2026 | 15:16 Uhr

Von: luk

Bozen – Mit dem Start der Sommerferien steht auch der Start der Sommerbetreuung unmittelbar bevor: Familienlandesrätin Rosmarie Pamer hat am 16. Juni gemeinsam mit der Direktorin der Familienagentur Monika Conrater Daten zu den Projekten, Plätzen und Finanzierung vorgestellt. Insgesamt werden 716 Sommerprojekte von 195 Partnerorganisationen angeboten, dabei stehen rund 107.000 Betreuungsplätze zur Verfügung. Für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden 1364 Betreuungsplätze angeboten. Das Land Südtirol unterstützt dieses Angebot finanziell mit 22,2 Millionen Euro. “Besonders erfreulich ist, dass es in allen Südtiroler Gemeinden Projekte gibt, in Städten wie Bozen und Meran etwas mehr, aber auch in den kleineren Gemeinden wie Laurein, Proveis oder Prettau gibt es ein Angebot der Sommerbetreuung”, unterstrich Landesrätin Pamer.

Ein besonderes Augenmerk wurde 2026 auf die Angebote für Kinder im Kindergartenalter gelegt: In 103 Gemeinden werden Projekte für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren für die Dauer von mindestens sechs Wochen angeboten. “Wir kommen damit einem Wunsch vieler Eltern nach, zudem ist besonders in diesem Alter die Betreuungskontinuität wichtig”, betonte Pamer. Familienagenturdirektorin Monika Conrater ergänzte dazu, dass mit den neuen Kriterien die Verwaltungsverfahren vereinfacht und beschleunigt wurden, zudem sorge das neue Standardkostensystem für mehr Klarheit und Planungssicherheit bei den Trägerorganisationen. “Um sicherzustellen, dass das Angebot für alle Familien leistbar und zugänglich ist, aber auch um zu garantieren, dass die Landesfinanzierung bei den Familien ankommt, wurden Höchstbeträge für die Teilnahmegebühren eingeführt”, führte Conrater aus. Im Durchschnitt bezahlen Eltern in diesem Sommer 52 bis 78 Euro pro Betreuungswoche, die Spesen variieren vor allem nach Dauer und Betreuungsumfang. Um das Angebot stets qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln, wolle man an der Einbindung und Zusammenarbeit aller beteiligten Partner weiterarbeiten, hielten Landesrätin Pamer und Familienagenturdirektorin Conrater unisono fest.

Familienlandesrätin Pamer hielt in diesem Zusammenhang fest, dass man bei Treffen mit Vertretungen der Gemeinden und der Trägerorganisationen die Erfahrungen mit der Erstanwendung der neuen Kriterien sammeln und evaluieren werde. Zudem stehen mit der Digitalisierung des Beitragsverfahrens, der Qualitätssicherung, der Angebotsweiterentwicklung trotz Personalmangels sowie einer Zufriedenheitserhebung die nächsten geplanten Schritte bereits fest.

Bezirk: Bozen

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