Von: APA/Reuters
Mehrere US-Bundesstaaten haben Insidern zufolge eine umfassende Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Dem ChatGPT-Entwickler sei am Freitag eine Anordnung zur Herausgabe von Unterlagen zugestellt worden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft übermittelte Schreiben betreffe zahlreiche Geschäftsaktivitäten und deren Auswirkungen auf die Nutzer.
Dabei gehe es unter anderem um Werbung, Interaktionen mit Nutzern und deren Bindung an das Angebot sowie den Umgang mit Verbraucher- und Gesundheitsdaten. Zudem würden Angaben dazu verlangt, wie sich die Angebote auf Minderjährige und Senioren auswirkten, sowie Informationen zu Deep-Learning-Modellen und internen Unternehmensrichtlinien. Zuerst hatte das “Wall Street Journal” über die Untersuchung berichtet.
OpenAI erklärte, es nehme die Bedenken der Generalstaatsanwaltschaften ernst und wolle konstruktiv mit den Behörden zusammenarbeiten. “Künstliche Intelligenz ist eine neue und leistungsstarke Technologie, und wir arbeiten täglich daran, den Menschen ihre Vorteile sicher und verantwortungsvoll zugänglich zu machen”, hieß es in der Stellungnahme weiter.
OpenAI bereitet Börsengang vor
Die Untersuchung fällt in eine entscheidende Phase für das Unternehmen: OpenAI hatte am Montag mitgeteilt, vertraulich Unterlagen für einen Börsengang in den USA eingereicht zu haben. Dieser könnte Insidern zufolge bereits im September stattfinden, bei einer Bewertung des Unternehmens von bis zu einer Billion Dollar.
OpenAI wurde 2015 als gemeinnützige Forschungsorganisation gegründet, rief jedoch vier Jahre später einen gewinnorientierten Zweig ins Leben, um die enormen Entwicklungskosten für Künstliche Intelligenz (KI) zu decken. Das Unternehmen kündigte nach internen Turbulenzen und der vorübergehenden Absetzung von Chef Sam Altman Ende 2023 im Dezember 2024 den Umbau in eine gemeinwohlorientierte Gesellschaft (“Public Benefit Corporation”) an.
Dies stieß auf scharfe Kritik des frühen Unterstützers und Milliardärs Elon Musk, der OpenAI verklagte. Eine US-Geschworenenjury wies die Klage im Mai jedoch ab. Dies räumte nach Einschätzung von Analysten ein wichtiges rechtliches Hindernis für den Börsengang aus.




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