Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Mit Schulbeginn kehrt in vielen Familien wieder ein Stück Alltag ein. Gleichzeitig gilt es, die Betreuung der Kinder am Nachmittag neu zu organisieren. Genau hier setzt die außerschulische Nachmittagsbetreuung an: 129 Betreuungsangebote stehen Familien in 37 Gemeinden im Schuljahr 2026/27 zur Verfügung, die auf der Basis des von den Gemeinden ermittelten lokalen Bedarfs eingerichtet wurden. Die Familienagentur stellt dafür 5,5 Millionen Euro bereit. Damit werden Gemeinden, Genossenschaften und Vereine unterstützt, welche die Nachmittagsbetreuung organisieren und durchführen.
Für Familienlandesrätin Rosmarie Pamer gilt es, auch diesen Bereich weiter zu stärken: “Ein zuverlässiges und stabiles Angebot der Nachmittagsbetreuung ist für viele Eltern ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht Familien- und Berufsleben gut zu vereinen. Darum wollen wir das Angebot bedarfsorientiert und in Abstimmung mit allen beteiligten Partnern weiterentwickeln.“ Dazu werde es in den nächsten Wochen Gespräche mit Vertretungen der betroffenen Ressorts und Ämter der Landesverwaltung geben.
Damit die Betreuung verlässlich und pädagogisch hochwertig ist, gelten klare Richtlinien, welche die Landesregierung auf Vorschlag der Familienlandesrätin im April gutgeheißen hat (LPA hat berichtet): Pädagogisch qualifiziertes Fachpersonal führt die Betreuungsangebote außerhalb des Schulstundenplans durch, wobei die Angebote mindestens zwei Stunden dauern und sich über mindestens drei aufeinanderfolgende Monate erstrecken.
Für Kinder von drei Jahren bis zum Ende des Vorschulalters ist mindestens eine Fachkraft für sechs Kinder vorgesehen. Bei Schulkindern bis 15 Jahren beziehungsweise 18 Jahren bei Behinderung betreut eine Fachkraft acht Kinder. Bei Kindern mit Behinderung oder besonderen Bedürfnissen muss entsprechend qualifiziertes Betreuungspersonal anwesend sein.
Über die Familienagentur fördert das Land gezielt die Entwicklung, Effizienz und Qualität sozialpädagogischer Angebote. Eltern zahlen für die Nachmittagsbetreuung eine Teilnahmegebühr. Mithilfe Finanzierung der Familienagentur, die 80 Prozent der Personalkosten übernimmt, sowie der kostenlosen Bereitstellung von Räumen durch Gemeinden und Land können die Tarife auf einem familienfreundlichen Mindestniveau gehalten werden.




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