Firmenchef Jensen Huang soll Verhältnis gehabt haben

Nvidia prüft Berichte zu ausländischer Spionage gegen Chef

Sonntag, 08. November 2026 | 21:59 Uhr

Von: importer

Der US-Chipriese Nvidia hat eine Untersuchung zu Berichten eingeleitet, dass Firmenchef Jensen Huang zum Ziel ausländischer Spionageaktivitäten geworden ist. Die Untersuchung solle von Mitgliedern des Verwaltungsrates und externen Ermittlern geführt werden. In den vergangenen Tagen hatte es Medienberichte gegeben, wonach Huang ein Verhältnis zu einer Frau gehabt habe, die nach Vermutungen von US-Sicherheitskreisen vom chinesischen Geheimdienst angeworben worden ist.

Huang bestätigte in einer E-Mail an die Nvidia-Beschäftigten, dass er eine Affäre gehabt habe. “Ich schulde meiner Familie und Euch allen eine Entschuldigung”, schrieb er. “Ich war meiner Frau untreu.”

Zuvor hatte die “Financial Times” von der Liebesbeziehung berichtet. In einer ersten Reaktion von Nvidia auf die Berichte hatte es vor einigen Tagen noch geheißen, es handle sich um gewöhnliche Kontakte zu einer Vertreterin eines Nvidia-Kundenunternehmens.

US-Chipriese Schlüsselunternehmen für KI-Boom

Nvidia ist ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom. Chips der Firma aus Santa Clara im Silicon Valley dominieren in Rechenzentren bei Training und Betrieb Künstlicher Intelligenz. Huang baute in den vergangenen Jahren zudem ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump auf.

Zwischen Huang und der US-Regierung gab es immer wieder Differenzen über Beschränkungen für die Lieferung moderner KI-Chips nach China. Der Nvidia-Chef argumentiert, Verbote schadeten der Dominanz von Nvidia und damit auch der Vorreiterrolle der USA, weil sie die Entwicklung eigener Technologie in China beschleunigen würden. Die US-Regierung versucht dagegen seit Jahren, chinesische Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz durch die Blockade der Lieferungen von Hochleistungschips unter anderem von Nvidia zu bremsen.

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