Abkommen

Raiffeisenkassen erstatten POS-Transaktionsspesen für Kleinbeträge auch 2026

Freitag, 31. Juli 2026 | 11:05 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Weniger Kosten bei Kartenzahlungen, geringerer Bargeldaufwand und mehr Schutz vor Falschgeld – unter diesem Motto übernehmen die Südtiroler Raiffeisenkassen bereits das dritte Jahr in Folge die Transaktionsspesen für Kartenzahlungen bis zehn Euro. Die Rückvergütung erfolgt für Zahlungen mit PagoBancomat, Visa und Mastercard, die über NEXI abgewickelt werden.

Die Initiative geht auf das im Juli 2023 unterzeichnete Abkommen zwischen der italienischen Bankenvereinigung ABI, dem Verband der Zahlungsdienstleister und den italienischen Wirtschaftsverbänden zurück. Ziel war es, insbesondere kleine Unternehmen durch eine Reduzierung der Gebühren für Kartenzahlungen bei Kleinbeträgen zu entlasten.

Die Südtiroler Raiffeisenkassen gingen bereits 2024 einen Schritt weiter und führten die Rückerstattung der Transaktionsspesen für ihre Firmenkundinnen und Firmenkunden mit einem POS-Terminal über Raiffeisen ein. Ursprünglich war die Maßnahme auf zwölf Monate befristet, wurde inzwischen jedoch bereits zum dritten Mal verlängert und gilt auch im Jahr 2026.

Die Rückvergütung erfolgt automatisch jeweils nach Ablauf eines Trimesters für alle Kartenzahlungen bis einschließlich zehn Euro mit PagoBancomat, Visa und Mastercard, die über NEXI abgewickelt werden. Voraussetzung ist, dass der rückzuerstattende Betrag pro Verkaufspunkt und Trimester mindestens zwei Euro beträgt.

Elia Piovesan, Betreiber der Unibar in Bozen und der Diskothek Baila in Eppan, profitiert seit der Gründung seines Unternehmens im Jahr 2022 von diesem Service: „Vor allem in der Unibar liegen rund 80 Prozent unserer Konsumationen unter zehn Euro und mehr als 70 Prozent der Gäste bezahlen mit Karte oder Smartphone. Dank der Rückerstattung der Transaktionsspesen können wir unsere Preise stabil halten – das schätzen besonders die Studierenden. Der bürokratische Aufwand ist minimal: Die Rückvergütung erfolgt automatisch nach jedem Trimester.“

Auch Erich Niedermayr – er führt die Bahnhofsbar Spielcafé in Eppan, sieht darin einen konkreten Mehrwert: „Wir haben viele Laufkundinnen und Laufkunden, die einen Kaffee, ein Mineralwasser oder einen Aperitif konsumieren und häufig mit Karte oder Handy bezahlen. Zwischen steigenden Kosten und Gebühren ist die Rückerstattung der Transaktionsspesen eine willkommene Unterstützung. Viele ärgern sich, wenn jemand einen Café und ein Mineralwasser um 1,20 Euro mit Karte bezahlt. Das fällt so weg.“

Mit der Initiative möchten die Südtiroler Raiffeisenkassen bargeldlose Zahlungen weiter fördern und gleichzeitig Unternehmen entlasten. Weniger Bargeld bedeutet geringeren Aufwand für Bargeldeinzahlungen, ein reduziertes Risiko von Falschgeld und eine einfachere Zahlungsabwicklung im Geschäftsalltag.

Bezirk: Bozen

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