ASTAT-Erhebung

Seilbahnen in Südtirol mit neuen Rekorden

Freitag, 04. September 2026 | 11:21 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Struktur- und Wirtschaftsdaten zur Auslastung der Seilbahnanlagen hat das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) für die Jahre 2024 und 2025 heute veröffentlicht.

Sowohl im Sommerhalbjahr 2024 als auch im Winterhalbjahr 2024/25 wurden neue Rekordwerte bei den beförderten Personen verzeichnet (11,6 bzw. 150,4 Millionen).

Durchschnittlich kann jede Anlage 1.602 Personen pro Stunde befördern. Im Jahr 2024 wurde ein Gewinn von 109,9 Millionen Euro erwirtschaftet, das bisher höchste Ergebnis des Seilbahnsektors.

Verband der Seilbahnunternehmer Südtirols: “Investitionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben”

Wurde früher in die Entwicklung und Errichtung neuer Aufstiegsanlagen und Skigebiete investiert, so liegt heute der Fokus darauf, die Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Qualität und Nachhaltigkeit zu sichern: dies zeigt laut dem Verband der Seilbahnunternehmer Südtirols die aktuelle Ausgabe des ASTAT-Seilbahnheftes.

Die Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Aufstiegsanlagen seit Jahren rückläufig ist: im Jahr 2000 gab es 392, im Jahr 2010 375 Anlagen, im Jahr 2020 357 Anlagen und im Jahr 2025 351 Anlagen. “Grund dafür ist u.a., dass keine neuen Skigebiete bzw. -zonen mehr ausgewiesen werden, sondern auf bereits bestehende gesetzt wird. Eine Entscheidung, die von uns voll mitgetragen wird. Wir wollen in der Peripherie unseren Beitrag leisten, um Entwicklung zu ermöglichen, Nahversorgung zu erhalten und Menschen vor Ort zu beschäftigen und damit die Lebensqualität zu sichern”, so der Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer, Helmut Sartori.

“Die Betreiber der Aufstiegsanlagen sind dabei bemüht, sich weiterzuentwickeln. Energieeffizienz, nachhaltige Energiegewinnung, aber auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden dabei immer zentraler. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren wir deshalb u.a. in die Erhöhung der Förderkapazität. Dies bedeutet nicht, dass mehr Menschen befördert werden, sondern, dass die Effizienz und der Komfort verbessert werden konnten – weniger Energieverbrauch, geringere Wartezeiten“”, erklärt Sartori.

Im Bereich der Energieeffizienz sieht der Verband der Seilbahnunternehmer einige sehr positive aktuelle Entwicklungen. Seit heuer sei es urbanistisch möglich, auf der Wasserfläche von Speicherseen Photovoltaik-Anlagen anzubringen, jüngst wurde auch der Weg für Pumpspeicherwerke geebnet. “Unser Ziel ist es energieautark zu werden”, unterstreicht Sartori, der zudem anmerkt, dass bereits heute fast alle Mitgliedsgesellschaften ausschließlich grüne Energie (sog. Ökostrom) beziehen.

Bezirk: Bozen

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