Von: luk
Bozen – Im Rahmen eines Antrittsbesuchs traf sich der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) Klaus Berger, begleitet von HGV-Direktor Raffael Mooswalder, mit dem Bürgermeister der Stadt Bozen, Claudio Corrarati, zu einem intensiven Austausch über zentrale Themen zur Stadtentwicklung und zum Tourismusstandort Bozen. Im Mittelpunkt standen Fragen der Sicherheit, der Mobilität, der Entwicklung der Kurzzeitvermietungen sowie der Rahmenbedingungen für das Gastgewerbe.
Ein zentrales Anliegen des HGV ist die Sicherheitslage in der Landeshauptstadt. Insbesondere in den Abendstunden und im Umfeld von Gastbetrieben kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Vorfällen, die sowohl bei Gästen als auch bei Einheimischen zu Verunsicherung führen. „Leider haben die Betriebe nur sehr eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten und sind auf die Unterstützung der Behörden angewiesen. Wir sehen aber das diesbezügliche Engagement und den Willen des Bürgermeisters, Verbesserung herbeizuführen”, sagte HGV-Präsident Klaus Berger, der Bürgermeister Corrarati für sein Engagement dankte.
Dieser verwies auf konkrete Maßnahmen, die sich in Umsetzung befinden, wie eine verstärkte Präsenz in sensiblen Bereichen, den Ausbau der Videoüberwachung, zusätzliche Instrumente für die Gemeindepolizei sowie Initiativen zur Verbesserung von Sauberkeit und Stadtbild.
Mobilität: Verbesserungen eingeleitet, weitere Schritte notwendig
Auch die Verkehrssituation in Bozen wurde diskutiert. „Wiederkehrende Verkehrsbelastungen, insbesondere bei ungünstigen Witterungsbedingungen oder Baustellen, stellen sowohl für die Bevölkerung als auch für den Tourismus eine Herausforderung dar”, sagt HGV-Direktor Raffael Mooswalder. Präsident Berger lobte dabei die transparente Information sowie die Einbeziehung der Verbände im Rahmen des vom Bürgermeister eingeführten Wirtschaftstisches. Der Bürgermeister kündigte zudem weitere Maßnahmen, vor allem im Bereich Digitalisierung und Innovation, zur Verbesserung des Verkehrsflusses an. Als Beispiel nannte er unter anderem die Optimierung des Ampelsystems sowie die Installation neuer Informationstafeln.
Kurzzeitvermietung: Dynamik erfordert klare Regeln
Ein weiteres zentrales Thema waren die Kurzzeitvermietungen. In den vergangenen Jahren hat sich dieses Segment zu stark entwickelt und übt zunehmend Druck auf den Wohnungsmarkt in der Stadt sowie auf den gewerblichen Beherbergungssektor aus.
Bürgermeister Corrarati unterstrich die Notwendigkeit, ausreichend Wohnraum für die Bevölkerung sicherzustellen und die Beherbergung vorrangig gewerblich geführten Betrieben zu überlassen.
Ziel bleibt es, Bozen sowohl als attraktiven Lebensraum für die Bevölkerung als auch als leistungsfähigen und zukunftsfähigen Tourismusstandort weiterzuentwickeln, heißt es abschließend vom HGV.




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