Von: Sophia Molitor
Bozen – Auch wenn derzeit noch spätsommerliche Temperaturen herrschen, lässt die kühlere Jahreszeit wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten. Der Spätsommer ist ein guter Zeitpunkt, um das eigene Zuhause genauer unter die Lupe zu nehmen. Kleine Schwachstellen können jetzt noch in Ruhe behoben werden – bevor die Temperaturen sinken und die Heizung wieder zum Einsatz kommt.
Dabei muss es nicht gleich die große Sanierung sein. Gerade bei älteren Gebäuden gibt es zahlreiche kleinere Maßnahmen, die mit überschaubarem Aufwand umgesetzt werden können und dazu beitragen, Wärmeverluste und damit auch die Heizkosten zu reduzieren.
Fenster und Türen überprüfen
Undichte Fenster und Türen gehören zu den häufigsten Schwachstellen. Ob Zugluft vorhanden ist, lässt sich oft schon mit der Hand oder einem dünnen Blatt Papier feststellen. Auch der Anpressdruck der Fenster sollte kontrolliert werden. Lässt sich ein zwischen Fensterflügel und Rahmen eingeklemmtes Blatt Papier bei geschlossenem Fenster leicht herausziehen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass das Fenster nicht ausreichend dicht schließt.
Nicht immer müssen deshalb gleich neue Fenster eingebaut werden. Häufig reicht es aus, Beschläge nachzustellen oder spröde und beschädigte Dichtungen auszutauschen.
Rollladenkästen und Heizkörpernischen nicht vergessen
Auch ältere Rollladenkästen können Schwachstellen in der Gebäudehülle darstellen. Durch ungedämmte Kästen und undichte Gurtdurchführungen kann Wärme nach außen verloren gehen. Eine nachträgliche Dämmung und das Abdichten vorhandener Fugen können hier Abhilfe schaffen.
Ähnliches gilt für Heizkörpernischen. Gerade in älteren Gebäuden ist die Außenwand hinter dem Heizkörper häufig deutlich dünner als die übrige Wand. Eine fachgerecht angebrachte Dämmung kann die Wärmeverluste in diesem Bereich reduzieren.
Ungedämmte Heizungsrohre aufspüren
Verlaufen Heizungs- oder Warmwasserleitungen durch unbeheizte Kellerräume, lohnt sich ebenfalls ein genauer Blick. Ungedämmte Rohrleitungen geben laufend Wärme an Räume ab, in denen sie eigentlich nicht benötigt wird. Das nachträgliche Dämmen frei zugänglicher Leitungen ist vergleichsweise einfach und kann Wärmeverluste deutlich reduzieren.
Wer die verbleibenden warmen Wochen nutzt, um das eigene Zuhause auf kleine energetische Schwachstellen zu überprüfen, kann notwendige Arbeiten ohne Zeitdruck angehen. Viele Verbesserungen lassen sich mit relativ geringem Aufwand umsetzen und sorgen dafür, dass im Winter weniger Wärme verloren geht.
Für eine umfassende energetische Verbesserung eines Gebäudes sollten einzelne Maßnahmen jedoch nicht getrennt betrachtet werden. Vor größeren Investitionen ist es sinnvoll, sich produktneutral beraten zu lassen und die verschiedenen Sanierungsschritte aufeinander abzustimmen.




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