Von: mk
Bozen – Der Südtiroler Export hält im ersten Quartal 2026 trotz der geopolitischen Unsicherheiten. Er erreicht einen Wert von 1,87 Milliarden Euro, und ist somit um knapp einen Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies geht aus den heute vom Astat veröffentlichten Daten hervor.
Positiv entwickelt hat sich u.a. Deutschland – mit einem Anteil von 31 Prozent der wichtigste Exportmarkt für Südtiroler Produkte – wo ein Anstieg auf Jahresbasis um 1,8 Prozent zu verzeichnen ist, aber auch Frankreich (+1,4) und Spanien (+22 Prozent). Nach Österreich (-5,0 Prozent) und insbesondere in die USA (-25 Prozent) waren die Exporte hingegen rückläufig. Dies deutet darauf hin, dass es auf den internationalen Märkten zu starken Schwankungen kommt, die mit den Unsicherheiten aufgrund der geopolitischen Lage und – im konkreten Fall der USA – auch mit Zöllen zusammenhängen.
„Trotz zunehmender Instabilität und steigender Kosten für Rohstoffe und Energie gelang es unseren Unternehmen, dank hochqualitativer und -technologischer Produkte auf den weltweiten Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben“, unterstreicht der für Internationalisierung zuständige Vizepräsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Klaus Mutschlechner. Mehr als 80 Prozent des Südtiroler Exports wird von der verarbeitenden Industrie geschaffen – wobei besonders die Ausfuhren der Sektoren High-Tech, Lebensmittel und Holz stark wachsen.
Insgesamt sind im ersten Quartal die Exporte in die EU rückläufig, sie werden aber durch einen Anstieg der Exporte außerhalb der EU kompensiert. Dies zeigt, wie wichtig die Diversifizierung der Absatzmärkte ist. „Der Markt unserer Unternehmen ist immer globaler. Wir brauchen deshalb Maßnahmen, um die weltweite Wettbewerbsfähigkeit zu stärken: bei den Energiekosten muss gehandelt werden, ebenso wie beim Bürokratieabbau. Zugleich gilt es, Investitionen in Innovation, Digitalisierung und Energieeffizienz zu unterstützen“, so Mutschlechner.
Entscheidend ist ferner die Erreichbarkeit des Landes und die Unterstützung der IDM bei der Anbahnung von Geschäftsmöglichkeiten in weiter entfernten Märkten mit großem Potential. „In der EU muss zugleich alles getan werden, um interne Barrieren abzubauen“, so Mutschlechner abschließend.




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