ASTAT-Erhebung

Südtiroler Export mit leichtem Rückgang im zweiten Quartal

Freitag, 11. September 2026 | 11:33 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Bozen – Im zweiten Quartal 2026 erreichten die Warenexporte aus Südtirol 1.964,9 Millionen Euro. Das ist ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025, hält das Statistikamt ASTAT fest.

Die Ausfuhren nach Deutschland sanken um 1,2 Prozent, jene nach Österreich stiegen um 10,6 Prozent. Die Exporte nach Spanien nahmen um 74,9 Prozent zu, jene nach Rumänien um 54,4 Prozent ab. Die Ausfuhren in die europäischen Nicht-EU-Länder stiegen (+12,3 Prozent), jene in die Vereinigten Staaten sanken um 17,4 Prozent. Die Ausfuhren von Grundmetallen und Metallerzeugnissen, ausgenommen Maschinen und Anlagen sind um 14,9 Prozent gestiegen, jene der Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei hingegen gesunken (-13,7 Prozent).

Unternehmerverband Südtirol ist besorgt

Der Unternehmerverband Südtirol blickt besorgt auf den Rückgang des Südtiroler Exports im zweiten Quartal 2026: Im Zeitraum April – Juni beliefen sich die Exporte auf 1.964,9 Millionen Euro, ein Rückgang um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahres- Zeitraum. Dies geht aus den heute vom Astat veröffentlichten Exportdaten hervor.

Der Export in die gesamte EU legte im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zu, der Wert der Ausfuhren nach Deutschland war hingegen rückläufig, während er nach Österreich und Spanien zunahm. Außerhalb der EU betrug der Rückgang 6,1Prozent im Jahresvergleich, wobei der Export in die Vereinigten Staaten um 17,4 Prozent abnahm. Betrachtet man allerdings die ersten sechs Monate des Jahres, so bleiben die Südtiroler Exporte mit 3.840 Millionen Euro im Vergleich zu 3.842 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 im Wesentlichen unverändert.

„Der Rückgang des Exports ist unter anderem auf die Schwäche zweier wichtiger Absatzmärkte zurückzuführen: Deutschland, wo sich die Krise der Automobilbranche bemerkbar macht, und die USA, wo sich die Zölle negativ auswirken. Die geopolitischen Unsicherheiten, die die Weltwirtschaft unter Druck setzen, sind eine weitere große Herausforderung für den Export“, betont Klaus Mutschlechner, der für Internationalisierung zuständige Vizepräsident der Unternehmerverbandes Südtirol.

Die weltweite Wirtschaftslage gibt Anlass zur Sorge – angesichts steigender Inflation, instabiler Lieferketten und wachsender Zinssätze. „In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es umso dringender, Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu ergreifen. Auf allen Ebenen – auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene – muss gehandelt werden, um die Energiekosten und die Steuerlast zu senken. Umfassende Vereinfachungen und der Abbau von Handelsbarrieren sind anzugehen. Die Stabilität des Exports ist entscheidend, um das Wachstum der Südtiroler Wirtschaft und damit den Wohlstand in Südtirol, zu sichern“, so Mutschlechner abschließend.

Bezirk: Bozen

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