Mehrere Verkehrskonzepte in Planung

Südtiroler und Graubündner Regierung mit gemeinsamen Zielen

Samstag, 07. September 2019 | 08:47 Uhr

Die Regierung des Landes Südtirol hat auf Einladung der Bündner Regierung den Kanton Graubünden besucht. Beim Arbeitsgespräch am 6. September diskutierten die Regierungen verschiedene grenzübergreifende Themen. Gleich drei Tagesordnungspunkte beim Treffen der Regierungen von Graubünden und Südtirol in Valdenas drehten sich um den grenzüberschreitenden Verkehr. So soll Graubünden künftig eng mit einbezogen werden, wenn Südtirol gemeinsam mit der Region Lombardei die nächsten Schritte bei den Aufwertungsmaßnahmen für die Passstraße Stilfser Joch unternimmt. Immerhin ist Graubünden über den Umbrailpass direkt mit der Stilfser-Joch-Straße verbunden.

Zwei weitere Verkehrsthemen waren die Eisenbahnverbindung Engadin-Vinschgau und grenzüberschreitende Busverbindungen. Hier hat Südtirol die Aufgabe übernommen, ein Folgetreffen zu organisieren und bis dahin ein Konzept für die strategische Ausrichtung und genauere Zielsetzung festzulegen. Dabei konnte man an die gemeinsame Sitzung der Tiroler und Südtiroler Landesregierungen vor zwei Tagen anknüpfen. Denn es geht um die Einbindung in ein größeres Gesamt-Verkehrskonzept für die Anbindung des oberen Vinschgau in Richtung Schweiz und Richtung Tirol. Wie Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher betonte, “müssen wir auch hier im Sinne einer nachhaltigen Planung einer Verlagerung von Individual- auf den öffentlichen Verkehr Vorrang geben.” Auch beim Thema Jagd und Wildtiermanagement wollen sie konkrete weitere Schritte setzen.

Landeshauptmann Kompatscher freut sich über die positive, von gegenseitigem Respekt und Freundschaft geprägte Stimmung, in der das Arbeitsgespräch stattfand: “Wir konnten alle sechs Tagesordnungspunkte wohlwollend behandeln und grundsätzliche Einigkeit erzielen.” Vertieft haben die Regierungen dabei auch die Kooperation im kulturellen Bereich der romanischen/ladinischen Sprachgruppe und die Interreg-Projekte Italien/Schweiz.

Nach dem Arbeitsgespräch erlebten die Regierungen im Rahmen einer Betriebsbesichtigung, wie die Hamilton AG in Domat/Ems mit Innovation und dem Lehrlingswesen umgeht. Die Treffen zwischen den Regierungen aus dem Südtirol und Graubünden sind zur Tradition geworden. Seit 1999 treffen sich die Regierungen regelmässig zu Arbeitsgesprächen.

Von: lup

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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2 Kommentare auf "Südtiroler und Graubündner Regierung mit gemeinsamen Zielen"


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herta
herta
Grünschnabel
14 Tage 49 Min

das sind immerhin die nächsten Nachbaren und ein muss mit ihnen ein gutes verhälnis
aus zu bauen auf zu bauen .

Krabbe
Krabbe
Grünschnabel
13 Tage 21 h

Waren bis vor der Reformation auch Tiroler…

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