Bauernbund fördert künftige Tierärzte

“Tierärzte dürfen in den Bergen nicht aussterben”

Dienstag, 03. November 2026 | 16:14 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Um einen drohenden Tierärztemangel in der Berglandwirtschaft zu verhindern, unterstützt der Südtiroler Bauernbund seit drei Jahren junge Interessierte bei der Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni).

Mit verschiedenen Maßnahmen will der Südtiroler Bauernbund die Zukunft der Südtiroler Berglandwirtschaft sichern. Dazu gehört auch eine gute veterinärmedizinische Versorgung der Nutztiere im Berggebiet. Zwar erfreuen sich die Tiere in der Berglandwirtschaft insgesamt einer guten Gesundheit, dennoch ist bei Erkrankungen oder Verletzungen immer wieder tierärztliche Hilfe erforderlich. Gleichzeitig stehen für diese Aufgaben immer weniger Tierärztinnen und Tierärzte zur Verfügung. „Um dem drohenden Tierärztemangel in der Südtiroler Berglandwirtschaft zuvorzukommen, hat das Bauernbund-Präsidium beschlossen, junge Südtirolerinnen und Südtiroler zu unterstützen, die an der Veterinärmedizinischen Universität Wien studieren möchten”, unterstreicht Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser.

Da die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für das Veterinärmedizinstudium in Wien die verfügbaren Studienplätze übersteigt, müssen Studieninteressierte eine Aufnahmeprüfung bestehen.

Eine gute Vorbereitung auf den Aufnahmetest ist dabei entscheidend. In Österreich werden Vorbereitungskurse für verschiedene Aufnahmeprüfungen angeboten, darunter auch für das Studium der Veterinärmedizin an der Vetmeduni in Wien. Um jungen Südtirolerinnen und Südtirolern die Teilnahme an einem solchen Kurs und damit eine gezielte Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung zu ermöglichen, übernimmt der Südtiroler Bauernbund die Kosten für die Vorbereitungskurse. Sie finden in den Osterferien 2027 in Wien oder online statt und umfassen insgesamt vier Kurstage mit 32 Unterrichtsstunden.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den vergangenen Jahren fallen durchwegs positiv aus. „Alle Teilnehmenden empfanden den Vorbereitungskurs als wesentliche Unterstützung, um bei der Aufnahmeprüfung gut abzuschneiden. In den vergangenen beiden Jahren haben 13 von 30 Personen, die zur Prüfung angetreten sind, diese bestanden und wurden zum Studium zugelassen. Das ist eine hervorragende Quote”, freut sich Christoph Falkensteiner, Leiter der SBB-Weiterbildung.

Bezirk: Bozen

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