Von: luk
Bozen – Mit dem Anstieg der Durchschnittstemperaturen und der zunehmenden Häufigkeit von Hitzewellen wird der Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die hohen Temperaturen und intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, immer wichtiger.
„Arbeiten auf Baustellen bedeutet, täglich den Witterungsbedingungen ausgesetzt zu sein. Gerade an besonders heißen Tagen wie jetzt ist es entscheidend, dass entsprechende Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen an erster Stelle. Unsere Betriebe sind sich ihrer Verantwortung bewusst und setzen die erforderlichen Maßnahmen mit großer Sorgfalt um“, betont lvh-Baugruppenobmann Fritz Ploner.
Der Sommer ist für die Bauwirtschaft traditionell die arbeitsintensivste Zeit des Jahres. Gleichzeitig hat der Gesundheitsschutz der Beschäftigten oberste Priorität. Deshalb setzen die Unternehmen auf eine Reihe von Vorkehrungen, um die Belastung durch Hitze zu reduzieren. Dazu zählen unter anderem angepasste Arbeitszeiten und Schichtsysteme, ausreichende Pausen, die ständige Verfügbarkeit von Trinkwasser, geeignete Arbeitskleidung sowie die Einrichtung von schattigen Bereichen und Erholungszonen. All diese Vorkehrungen sind fester Bestandteil der Sicherheitspläne auf den Baustellen.
Dass das Thema zunehmend an Bedeutung gewinnt, zeigt auch der aktuelle Schwerpunkt des Arbeitsmedizinischen Dienstes (medizinisches Arbeitsinspektorat) der Provinz Bozen. Im Rahmen seiner institutionellen Aufgaben der Prävention und Betreuung hat der Dienst im heurigen Sommer die Maßnahmen zur Bewältigung des Hitzebelastungsrisikos am Arbeitsplatz verstärkt in den Fokus seiner Kontrollen gerückt. Dabei wird überprüft, ob die vorgesehenen Schutzmaßnahmen zur Risikominderung wirksam umgesetzt werden.
„Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Mitgliedsbetriebe ist sehr wichtig“, erklärt lvh-Direktor Walter Pöhl. Er weist zudem darauf hin, dass Unternehmen bei außergewöhnlichen Hitzeereignissen auch die Möglichkeit haben, ähnlich wie in den Wintermonaten, einen Antrag auf Lohnausgleich zu stellen. Gleichzeitig müsse jedoch differenziert werden: „Südtirol weist aufgrund seiner unterschiedlichen geografischen Lagen große klimatische Unterschiede auf. Während in einigen Regionen extreme Temperaturen erreicht werden, sind die Bedingungen in höheren Lagen oftmals deutlich weniger belastend“, so Pöhl.
Kurzum: Die Bauwirtschaft nimmt die Herausforderungen durch die zunehmende Sommerhitze ernst und setzt gemeinsam mit den zuständigen Stellen auf Prävention, Sensibilisierung und konkrete Schutzmaßnahmen, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bestmöglich zu gewährleisten.




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