Rückgewinnung ausgewanderter Talente und Integration qualifizierter Zuwanderer

Wie gehts weiter mit dem lokalen Arbeitsmarkt?

Freitag, 31. Juli 2026 | 11:01 Uhr

Von: Sophia Molitor

Bozen – Zentrale Themen der Südtiroler Wirtschaft standen im Mittelpunkt eines Treffens zwischen Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof, dem Präsidenten des Südtiroler Wirtschaftsrings (SWREA), Lukas Brunner, und dem neuen Geschäftsführer des SWREA, Gerhard Duregger. Dieses hat vor kurzem im Landhaus 5 in der Garibaldistraße in Bozen stattgefunden.

LPA/Ressort Europa, Arbeit und Personal

Die Entwicklung des lokalen Arbeitsmarktes, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, ein enger Austausch und Kontakt zu den Wirtschaftsverbänden im Wirtschaftsring sowie das Arbeiten bei extremer Hitze wurden beim Treffen angesprochen.

“Der Südtiroler Wirtschaftsring ist das Sprachrohr der Wirtschaftsverbände im Land. Ein enger Austausch mit ihm ist für uns wichtig, um Bedürfnisse, Anliegen und Sensibilitäten der ihm angeschlossenen Verbände und Unternehmen wahrnehmen und berücksichtigen zu können”, betont Landesrätin Magdalena Amhof. Dabei zähle der Fachkräftemangel zu den derzeit größten wirtschaftlichen Herausforderungen, die alle Sektoren der Südtiroler Wirtschaft und des lokalen Arbeitsmarktes betreffen, waren sich Amhof und die Vertreter des Wirtschaftsringes einig.

Neue Strategie, um die die Rückkehr nach Südtirol professionell zu begleiten

“Um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, braucht es eine mehrdimensionale Strategie: von der gezielten, aktiven Ausbildung über die Rückgewinnung ausgewanderter Talente bis hin zur aktiven Integration qualifizierter Zuwandererinnen und Zuwanderer”, zeigte sich SWREA-Präsident Brunner überzeugt. Landesrätin Amhof und die Wirtschaftsring-Vertreter unterstrichen in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, zusammen mit den Wirtschaftsverbänden, mit der Handelskammer und der IDM eine Gesamtlösung weiterzuentwickeln, die die Anwerbung insbesondere qualifizierter Fachkräfte wie auch die Rückkehr von Südtirolerinnen und Südtiroler aus dem Ausland professionell begleiten kann – von der Arbeitsvermittlung bis hin zur Wohnungssuche.

Ein weiteres Thema war das Arbeiten bei hohen Außentemperaturen. Diesbezüglich erklärte Landesrätin Amhof den von ihr eingeschlagenen Weg (LPA hat berichtet). Wirtschaftsring-Präsident Brunner unterstrich in diesem Zusammenhang die Bereitschaft der Wirtschaft, Verantwortung zu übernehmen, um zusammen mit dem Land und den Gewerkschaften zuträgliche Lösungen für alle Beteiligten, für die Mitarbeiter wie auch für die Betriebe, zu finden.

Das Treffen wurde mit dem gemeinsamen Ziel abgeschlossen, im Herbst einen Austausch zwischen Landesrätin Amhof und den Vertreterinnen und Vertreter der Südtiroler Wirtschaftsverbände im Wirtschaftsring herbeizuführen, um zentrale gemeinsame Anliegen zur Stärkung des Südtiroler Arbeitsmarktes und des Wirtschaftsstandortes weiter zu vertiefen.

Bezirk: Bozen

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