Bozen - Oft befinden sich Menschen nur wenige Meter abseits des Parkplatzes, aber sind zu erschöpft, um die letzten Schritte noch zu schaffen. Darauf hat Alberto Covi, Landesvorsitzender der Bergrettung CNSAS, beim gestrigen CAI-Tag zum Thema „Langsamkeit in den Bergen“ hingewiesen. Viele Wanderer unterschätzten, seiner Meinung nach, ihre körperliche Verfassung und die Wetterbedingungen. Dabei würden sowohl Sonneneinstrahlung als auch Kälte häufig nicht ausreichend berücksichtigt, warnte Covi. Zu den häufigsten Fehlern zählt laut den Bergrettungsexperten, ohne grundlegende Ausrüstung wie Taschenlampe oder Steigeisen aufzubrechen. Wer in eine Notsituation gerät, sollte außerdem nicht unüberlegt weitergehen, sondern möglichst an einem sicheren Ort bleiben und auf Hilfe warten. Mario Broll erinnerte in diesem Zusammenhang an das Prinzip des rechtzeitigen Verzichts: Eine Tour zum Beispiel bei ungünstigen Bedingungen abbrichen oder gar nicht erst antreten, kann lebensrettend sein.