Bozen/Innsbruck – Nach über drei Jahrzehnten klärt sich ein Vermisstenfall. Knochen, die auf der Nordkette gefunden wurden, konnten mittels DNA-Analyse einem jungen Südtiroler zugeordnet werden, der Anfang der 19190-er Jahre als abgängig gemeldet worden war. Am 21. Juni 2026 fand ein 42-jähriger österreichischer Wanderer in einer Schotterreise im Bereich der Vorderen Brandjochspitze im Gemeindegebiet von Innsbruck mehrere Knochen. Da vorerst nicht bekannt war, ob es sich um menschliche oder tierische Knochen handelte, wurden diese von einem Alpinpolizisten geborgen und durch die Gerichtsmedizin in Innsbruck untersucht. Die Untersuchung der Knochen ergab, dass von den insgesamt elf aufgefundenen Knochen ein Knochen menschlicher Natur war. Aufgrund der durchgeführten DNA-Untersuchung konnte der menschliche Knochen einem seit 1991 in Innsbruck abgängigen, damals 22-jährigen Südtiroler zugeordnet werden. Da bereits bei der Abgängigkeitsanzeige vermutet worden war, dass sich der Mann im Bereich der Nordkette in Innsbruck aufgehalten hatte, war damals eine großangelegte Suchaktion gestartet worden, die jedoch zu keinem Erfolg geführt hatte. Nach über drei Jahrzehnten derzeit die genaue Todesursache festzustellen, ist derzeit nicht möglich. Es gibt allerdings keine Hinweise auf ein Fremdverschulden, wie die Tiroler Polizei mitteilt.