Starker Wind verhinderte zunächst den Hubschraubereinsatz

25-Meter-Sturz an den Drei Zinnen: Bergsteiger gerettet

Freitag, 04. September 2026 | 15:31 Uhr

Von: Sophia Molitor

Lavaredo – Zwei polnische Bergsteiger sind nach einer Nacht in der Felswand an den Drei Zinnen gerettet worden. Einer der beiden war beim Aufstieg auf der Kletterroute zur Dibonakante rund 25 Meter abgestürzt. Starke Windböen verhinderten zunächst den Einsatz des Rettungshubschraubers. Die Rettungsaktion konnte daher erst heute Vormittag erfolgreich abgeschlossen werden.

Die beiden Bergsteiger hatten gestern Abend kurz vor 20 Uhr den Notruf verständigt und gemeldet, dass sie in Schwierigkeiten seien. Der Rettungshubschrauber aus Treviso konnte wegen des starken Windes jedoch nicht bis zur Felswand vordringen. Der Einsatzleiter blieb deshalb telefonisch mit den beiden in Kontakt und stellte sicher, dass sie die Nacht sicher in der Felswand verbringen konnten. Er wies ihnen dafür einen geschützten Platz für das Biwak zu.

Heute Morgen meldeten die Bergsteiger, dass sie weiterhin Hilfe benötigten. Gegen 7.30 Uhr startete der Rettungshubschrauber „Falco 2“ und konnte die beiden auf einem breiten Felsband etwas unterhalb des Gipfels lokalisieren.

Ein Rettungshubschraubertechniker wurde anschließend mit einer 40 Meter langen Seilwinde zu den Bergsteigern abgelassen und barg beide. Anschließend wurden sie zur medizinischen Kontrolle zur Lavaredo-Hütte gebracht.

Erst nach der Bergung wurde bekannt, dass einer der beiden beim Aufstieg auf die Dibonakante rund 25 Meter abgestürzt war. Wegen mutmaßlicher Rückenprellungen wurde der Bergsteiger mit dem Hubschrauber zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus von Belluno gebracht.

 

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