Führung in Teheran "schwach wie noch nie"

Für Netanyahu bleibt Sturz der iranischen Führung Hauptziel

Donnerstag, 03. September 2026 | 20:01 Uhr

Von: importer

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat einen Sturz der iranischen Führung als “die wichtigste Aufgabe, die noch vor uns liegt” bezeichnet. Er sei fest überzeugt, dass dies möglich sei, sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros bei einem Treffen im Militärhauptquartier in Tel Aviv. Diese Aufgabe sei “nah”, sagte er demnach. “Sie ist nicht unmöglich. Sie liegt in unserer Reichweite.” Trotz aller Angriffe hat es bisher keinen “Regime Change” im Iran gegeben.

Der israelische Regierungschef sprach von “historischen Errungenschaften” in den Kriegen gegen den Iran in diesem und im vorigen Jahr. “Wir standen der Gefahr unserer Vernichtung durch ein Regime gegenüber, das danach strebt, uns auszulöschen und sich mit Atomwaffen ausrüsten will, um uns zu vernichten”, sagte Netanyahu. “Wir haben diese Bedrohung und auch andere Bedrohungen zurückgedrängt.”

Die Führung in Teheran sei derzeit angeschlagen und “schwach wie noch nie”, sagte Netanyahu weiter. Deshalb greife der Iran Israel auch nicht an. Gleichzeitig drohte der Premier: “Ich sage unseren Feinden: Legt euch nicht mit uns an.” Israel habe “die Kraft, die Entschlossenheit und die innere Geschlossenheit, euch zu besiegen”.

Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen. Zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker wurden gezielt getötet, darunter bereits am ersten Kriegstag Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei. Die Tötungen haben – anders als von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt – keinen “Regime Change” herbeigeführt. Vielmehr hat der Krieg die Macht radikaler Kräfte und des einflussreichen Militärapparats im Iran gefestigt.

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