Von: luk
Eppan – Am Samstag, 18. Juli, hatten zwei Urlauber in der Zone Steinberg in Perdonig in der Gemeinde Eppan die Sichtung eines vermeintlichen Bärenjungen über die Landesnotrufzentrale gemeldet.
Vater und Sohn suchten nach der Beobachtung vorsorglich Schutz hinter dem Zaun der Sendeanlage, da sie auch das Muttertier in der Nähe vermuteten. Die Bergrettung Eppan brachte die beiden dann ins Tal.
Der Landesforstdienst kontrollierte das Gebiet unmittelbar nach der Meldung. Hinweise auf eine Bärin mit Jungtier konnten dabei nicht festgestellt werden, die Anwesenheit eines Bären galt als sehr unwahrscheinlich.
Eine spätere Rückmeldung eines Anrainers brachte Klarheit: Bei dem vermeintlichen Jungbären handelte es sich um den Hund des Anrainers, der sich zum Zeitpunkt der Sichtung gemeinsam mit dem Sohn des Hinweisgebers im Gelände aufhielt.
“Der Fall zeigt, dass jede Meldung über Großraubwild vom Landesforstdienst ernst genommen und fachlich überprüft wird. Er zeigt auch, dass nach einer vermeintlichen Sichtung nicht immer unmittelbar Anlass zur Sorge besteht. Sichtungen von Bären oder anderen Großraubtieren durch Bürger müssen stets durch geschultes Personal verifiziert werden”, so der Landesforstdienst.
Grundlegende Verhaltensregeln im Bärengebiet
Grundsätzlich sollte man sich nicht lautlos durch Bärengebiet bewegen, fasst Dominik Trenkwalder vom Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst zusammen: Sichtungen aus sicherer Entfernung sind ungefährlich und sollen als Naturerlebnis betrachtet werden.
Bei Sichtung von Bären wird angeraten, Abstand zu halten, sich nicht anzunähern und die Bären nicht zu bedrängen, um sie zu fotografieren. Besondere Vorsicht ist bei Jungbären geboten, da die Mutter in der Nähe ist.
Bei Begegnungen auf kurzer Distanz gilt: ruhig bleiben, laut sprechen, sich langsam zurückziehen, dem Tier eine Ausweichmöglichkeit lassen. Ein Aufrichten des Bären ist kein Angriff, sondern ein Wahrnehmungsverhalten.
Zeigt ein Bär aggressives Verhalten, handelt es sich meist um Scheinangriffe ohne Körperkontakt. Kommt es dennoch zu einem Angriff, wird angeraten, einen Gegenstand – etwa einen Rucksack – vor sich zu werfen. Falls dies den Bären nicht ablenkt, wird angeraten, sich mit den Händen über dem Kopf auf den Boden zu kauern.




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