Von: mk
Meran – Die Carabinieri haben in Meran einen 30-jährigen Obdachlosen wegen Auslösens eines falschen Alarms und wegen Unterbrechung eines öffentlichen Diensts angezeigt. Der Mann hatte die Notrufnummer 112 gewählt und behauptet, ein Landsmann sei in die Passer getaucht und habe darauf das Ufer des Flusses nicht mehr erreichen können. Doch die Informationen, die der 30-Jährige lieferte, schienen von Anfang an wenig stimmig.
Vor den Carabinieri verstrickte sich der Mann in Widersprüche und seine Aussagen waren zum Teil konfus. Gleichzeitig räumte er spontan ein, dass er vor dem Absetzen des Notrufs mehrere Bier getrunken habe.
Trotzdem wurde die Rettungskette in Gang gesetzt und eine aufwändige Suchaktion in die Wege geleitet. Sowohl die Freiwillige Feuerwehr von Meran als auch die Bozner Berufsfeuerwehr rückten aus. Die Einsatzkräfte durchkämmten minutiös den Fluss und dehnten den Radius auch auf Marling und Sinich aus.
Dass jemand tatsächlich in den Fluten ertrunken, konnte schlussendlich definitiv ausgeschlossen werden. Laut Technikern der Feuerwehr war der Pegelstand der Passer ausgesprochen niedrig, außerdem herrschte keine starke Strömung war, sodass das Szenario als äußerst unwahrscheinlich galt.
Trotzdem dauerte der Einsatz bis kurz nach Mitternacht. Zwei Stunden hatte die Suche in Anspruch genommen. Weil sich aber niemand in Lebensgefahr befunden hat, wurde der 30-Jährige angezeigt.




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