Von: Matthias Knapp
Bozen – Seit einigen Tagen verbreiten sich über Messenger-Dienste und soziale Medien Nachrichten und Videos. Sie erwecken den Eindruck, gewaltbereite Jugendgruppen würden in mehreren Städten, darunter auch in Bozen und Trient, Mädchen und junge Frauen angreifen.
Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich um Falschmeldungen, die gezielt Angst verbreiten sollen, wie das Forum Prävention mitteilt. Die Urheber sind unbekannt.
Die zuständigen Behörden sind informiert. Viele Familien und junge Menschen sind durch diese Inhalte verunsichert. Das Forum Prävention gibt Eltern und Schulfachkräften deshalb einige Tipps:
1. Man sollte solche Nachrichten nicht weiterleiten. Das gilt auch dann, wenn man andere „nur warnen“ möchte. Jede Weiterleitung vergrößert die Reichweite.
2. Auch Kommentieren oder Liken macht die Inhalte sichtbarer.
3. Stattdessen sollte man die Beiträge auf der Plattform als Falschinformation oder gewaltverherrlichend melden.
4. Das eigene Vertrauen sollte man vor allem offiziellen Quellen schenken. Informationen sollte man bei seriösen Medien prüfen, nicht in Chatgruppen.
5. Wichtig ist es laut Forum Prävention, mit den Mädchen sprechen und sie zu fragen, was sie gesehen oder gehört haben. Es gehe darum, Ängste ernst zu nehmen, ohne sie zu verstärken.
6. Außerdem sollten Erwachsene erklären, wie Panikmache funktioniert. Starke Gefühle wie Angst und Empörung sorgen dafür, dass Inhalte schnell geteilt werden. Wer das versteht, lässt sich weniger davon mitreißen.
7. Insgesamt sollte man Ruhe bewahren. Junge Menschen orientieren sich an den Erwachsenen. Eine ruhige Haltung gibt ihnen Sicherheit.
8. Erwachsenen können Sicherheit auch dadurch konkret machen, dass man gemeinsam bespricht, was im Notfall zu tun ist.
9. Bei Belastung sollte man zögern, Hilfe zu holen. Wenn ein Kind verstörende Videos gesehen hat oder stark verängstigt ist, können Beratungsstellen unterstützen z.B. https://www.dubistnichtallein.it)




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