Von: mk
Bozen – Betrüger ändern ständig ihre Strategien, verfeinern ihre Techniken und nutzen dabei oft die Sorge um Angehörige oder den Respekt vor Behörden aus. In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Bürger von falschen Ordnungshütern oder vermeintlichen Bankangestellten übers Ohr gehauen werden. Darauf weisen die Carabinieri von Bozen hin.
Um nicht in die Falle zu tappen, genügen wenige Sekunden Aufmerksamkeit und eine goldene Regel: Man muss wissen, was Sicherheitsbehörden und Kreditinstitute niemals tun würden.
Was die Carabinieri niemals tun
Die Carabinieri stehen im Dienst der Bürger, aber es gibt Dinge, die echte Vertreter der Heerespolizei niemals von Bürgern verlangen würden.
– Sie fordern kein Geld oder Schmuck: Die Carabinieri kommen niemals zu Bürgern nach Hause, um Bargeld, Wertsachen oder Schmuck für angebliche „Kautionen“, „Strafen“ oder Notfälle, wie etwa im Fall von vorgetäuschten Unfällen von Kindern oder Enkeln abzuholen.
– Sie veranlassen keine Online-Geldtransfers: Kein Carabiniere wird jemals einen Bürger darum bitten, Überweisungen zu tätigen, Geld auf ein vermeintliches „Sicherheitskonto“ zu verschieben oder Transaktionen im Online-Banking durchzuführen.
– Carabinieri verlangen keinen IT-Zugriff: Die Behörden fordern niemals die Zugangsdaten für Ihre Computer, Smartphones oder Social-Media-Profile und verlangen auch nicht die Installation von Fernwartungs-Software wie beispielsweise AnyDesk oder TeamViewer.
Bankbetrug: Vorsicht bei sensiblen Daten
Auch der Name der eigenen Bank wird oft als Köder missbraucht. Dabei sollte man immer bedenken: Die eigene Bank kennt die persönlichen Daten bereits und muss nicht telefonisch oder per SMS danach fragen.
– Keine Passwörter oder PINs: Banken fragen niemals nach Ihren Zugangsdaten, Geheimzahlen (PIN) oder Kreditkartendetails.
– Niemals Codes der Zwei-Faktor-Authentifizierung weitergeben: Wenn man aufgefordert wird, einen per SMS oder App erhaltenen Verifizierungscode (OTP) am Telefon durchzugeben, sollte man dies niemals tun. Mit diesem Code autorisieren die Betrüger in diesem Moment eine Zahlung auf Kosten ihrer Opfer.
Täuschung mit gefälschter Nummer
Dank moderner Technik können Betrüger die Telefonnummer auf dem Display von Bürgern manipulieren. Auf dem Smartphone-Bildschirm kann daher der Name „Carabinieri“, „Polizei“ oder der Name der eigenen Bank erscheinen, obwohl am anderen Ende der Leitung ein Krimineller sitzt. Dieses Verfahren nennt sich ID-Call-Spoofing.
Der goldene Rat: Wenn man auch nur den geringsten Zweifel hat, sollte man ruhig bleiben, sofort auflegen und wählen die Nummer der lokalen Carabinieri-Station oder den Notruf (112) manuell selbst wählen. „Rufen Sie auf keinen Fall über die Anrufliste zurück, da Sie sonst wieder bei den Betrügern landen“, warnen die Carabinieri. Wenn man die Nummer neu eintippt, landet man garantiert bei den echten Ordnungshütern.
Gelichzeitig erinnern die Carabinieri daran: Die Türen der Kasernen und Dienststellen stehen den Bürgern jederzeit offen: „Wenn Sie dem Telefonat nicht trauen, gehen Sie persönlich vorbei, um sich zu informieren!“




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