57-Jähriger Donnerstagnacht von besten Freund überfahren

Dorf unter Schock: Hat sich Engelbert Amhof gebückt?

Samstag, 01. April 2017 | 09:45 Uhr

Prags – Nach dem tragischen Unfall in Prags, bei dem Engelbert Amhof (57) ums Leben kam, steht das Tal unter Schock.

Der Unfall in Außerprags ereignete sich nur wenige Stunden nach dem tödlichen Motorradunfall in Vintl, bei dem am Donnerstag der 45-jährige Motorradlenker Marco Stoppacciaro verstorben ist.

Engelbert Amhof war Maler aus Prags und  in der Dorfgemeinschaft sehr bekannt und wegen seiner offenen Art auch sehr beliebt. Er galt als geselliger Mensch und war gerne in der Gesellschaft von Freunden und Bekannten.

So auch am Donnerstag, als er mit einigen Freunden in der Bar des Gasthofs „Tuscherhof“ in Außerprags saß. Als die Gruppe gegen 22.20 Uhr aufbrach, fuhr der Freund und Nachbar des 57-Jährigen rückwärts aus einer Parklücke und erfasste dabei Engelbert Amhof.

Medienberichten zufolge war es der Autolenker selbst, der umgehend mit Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Amhof begann. Unterstützt wurde er dabei von anderen Gästen des Lokals.

Gleichzeitig wurde die Landesnotrufzentrale verständigt, die den Notarzt aus Innichen und die Pragser Mitglieder der Helfer-vor-Ort-Gruppe alarmierte.

Innerhalb kürzester Zeit waren mehrere kompetente Helfer vor Ort und wenig später auch die Notärztin des Weißen Kreuzes. Doch das Leben von Engelbert Amhof konnten sie nicht mehr retten. Seine Verletzungen erwiesen sich als zu schwer.

Nach dem Unfall fiel der Autolenker, der ein guter und lebenslanger Freund von Engelbert Amhof war, in einen schweren Schock. Er musste medizinisch behandelt werden. Auch die Notfallseelsorge wurde angefordert.

Amhof war auch wegen seines Berufs über sein Tal hinaus bekannt. Er gehörte seit 32 Jahren dem Kirchenchor an und war Gründungsmitglied des Männerchors.

Bei den Menschen im Dorf ist auch die Betroffenheit zum Schicksal des Autolenkers zu spüren. Die Carabinieri ermitteln, wie es dazu kommen konnte, dass sich Amhof genau in jenem Moment hinter dem Auto seines Freundes befand.

Wie es heißt, könnte es möglich sein, dass sich der 57-Jährige gebückt hatte. Sein Mobiltelefon sowie seine Autoschlüssel lagen später dort am Boden.

Amhof hinterlässt seine Lebensgefährtin und drei Geschwister.

Von: luk

Bezirk: Pustertal

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