Maßnahmen

Ebola: Sanitätsbetrieb erinnert an Pflichten für Einreisende aus der Republik Kongo und Uganda

Freitag, 05. Juni 2026 | 17:22 Uhr

Von: mk

Bozen – Im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch des Ebolavirus gelten für Einreisende aus der Republik Kongo und Uganda besondere Gesundheits- und Meldepflichten.

Personen, die direkt oder indirekt aus der Republik Kongo oder Uganda nach Italien einreisen oder sich innerhalb von 21 Tagen vor der Einreise in diesen Ländern aufgehalten haben, sind verpflichtet, unmittelbar nach ihrer Einreise und spätestens innerhalb von 24 Stunden eine eigens vorgesehene und unterzeichnete Erklärung abzugeben. Diese Erklärung muss unmittelbar an das Department für Prävention des Südtiroler Sanitätsbetriebes übermittelt werden.

Die unterzeichnete Erklärung kann entweder:

• persönlich beim Department für Gesundheitsvorsorge, Amba-Alagi-Straße 33, Bozen, abgegeben
oder
• per E-Mail an folgende Adresse gesendet werden: micomicro@sabes.it

Die Erklärung ist unter eigener Verantwortung auszufüllen und zu unterzeichnen.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb appelliert an alle betroffenen Reisenden, die Meldepflicht gewissenhaft einzuhalten, um eine wirksame Überwachung und den Schutz der öffentlichen Gesundheit sicherzustellen.

Den Vordruck der Erklärung sowie weitere Informationen zu den Maßnahmen findet man hier.

Ebola ist eine seltene, aber schwere Infektionskrankheit. Sie wird durch direkten Kontakt mit Blut, Sekreten oder anderen Körperflüssigkeiten von erkrankten oder verstorbenen Personen sowie durch kontaminierte Oberflächen übertragen. Eine Ansteckung erfolgt weder durch bloße Nähe zu infizierten Personen noch über die Luft wie bei einer Grippe. Die Ebolavirus-Krankheit ist durch eine sehr hohe Sterblichkeitsrate gekennzeichnet.

Zu den häufigsten Anfangssymptomen gehören Fieber, ausgeprägte Schwäche, Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen, Erbrechen und Durchfall. In schwereren Fällen können Blutungen auftreten, begleitet von einer raschen Verschlechterung des Allgemeinzustands. Derzeit betreffen die wichtigsten Ausbrüche Regionen in Zentralafrika, insbesondere die Republik Kongo und Uganda.

Eine sachgerechte Information sowie die Einhaltung hygienischer Maßnahmen und eine wirksame Gesundheitsüberwachung sind entscheidend, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und unbegründete Ängste oder Panikreaktionen zu vermeiden.

Hier geht zur Ebola-Verordnung!

Bezirk: Bozen

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