Von: importer
Bei einer Schießerei auf einer Rave-Party in Aarau im Kanton Aargau in der nördlichen Schweiz ist laut vorläufigen Erkenntnissen der Polizei eine 22-jährige Frau durch einen oder mehrere Schüsse getötet worden. Vier Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren seien teils schwer verletzt worden, berichtete die Kantonspolizei Aargau. Ein oder mehrere Täter hatten am frühen Sonntagmorgen zahlreiche Schüsse abgegeben. Das Motiv für das Geschehen ist noch unklar.
Alle Opfer hätten ihren Wohnsitz in der Schweiz, so die Behörden. Nach dem oder den Tätern wurde intensiv gefahndet. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet zu meiden. Aarau im Kanton Aargau liegt etwa 40 Kilometer westlich von Zürich. Die Polizei bat darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden. Tatort war das Rave-Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins. Der Verein sprach allen Angehörigen sein Mitgefühl aus.
Tausende wurden zum Event auf Rennbahn erwartet
“Die Aarauer Rave-Party wurde von einem schweren Ereignis überschattet. Die zuständigen Einsatzkräfte wurden umgehend alarmiert und waren mit den notwendigen Mitteln vor Ort, um die Situation zu bewältigen und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten”, schrieb der Verein in einer Mitteilung.
Die Veranstalter hatten rund 3.500 Personen erwartet, wie es auf der Website hieß. Wie viele Personen zum Zeitpunkt der Schüsse auf dem Gelände waren, blieb vorerst unklar. “Das Eventgelände rund um die größte Rennbahn der Schweiz bietet eine Location, die spezieller nicht sein könnte”, hatte der Veranstalter den “größten Rave in der Nordwestschweiz” im Vorfeld beworben.
Zeugen: “Es war schrecklich”
Gegenüber der Schweizer Zeitung “Blick” äußerten sich mehrere Zeugen. Zunächst hätten die Besucher die Schüsse für ein Feuerwerk gehalten, so eine Frau. Dann habe jemand “Alle runter!” gerufen. Die Gruppe habe sich daraufhin unter dem DJ-Pult versteckt. Eine Frau sei von einer Kugel getroffen worden. Alle Besucher des Raves seien von der Polizei in eine Turnhalle gebracht worden. “Es war schrecklich”, so die Zeugin gegenüber der Zeitung. Das Ganze habe sich unmittelbar nach dem Ende der Veranstaltung abgespielt.
Auch der DJ der Veranstaltung äußerte sich tief betroffen. Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb DJ Tekibo in einer Instagram-Story. “Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein.” Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen